Raus aus der Krise
Shownotes
Resilienz ist nicht das Gegenteil von Wachstum – sondern der erste Schritt dorthin. In dieser Folge nehmen Euch Tanja und Birgit mit in ihre eigenen Krisen und zeigen, wie sie damit umgehen. Welche Kräfte helfen ihnen dabei? Welche Strategien nutzen sie, um nicht wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange zu erstarren?
Wir sprechen darüber:
Wozu dient Resilienz wirklich?
Warum Resilienz nicht Stillstand bedeutet, sondern der Weg zu posttraumatischem Wachstum ist.
Das Trauma-Paradoxon: Wie uns Krisen sowohl brechen als auch wachsen lassen können.
Positive Psychologie: Warum es so entscheidend ist, den Blick nicht nur auf Defizite zu richten, sondern auch auf die Stärken und das, was gut läuft.
Welche Superpower uns hilft, in Krisen Gelassenheit und innere Sicherheit zu finden.
Die Frage nach der eigenen Wirksamkeit: Wie kommen wir raus aus der Erstarrung und zurück in unsere Kraft?
Die passenden Strategien und Methoden, um gestärkt aus Krisen hervorzugehen, besprechen Tanja und Birgit ausführlich im Podcast.
Step-by-Step: Resilienzfaktoren & Gefühlsmanagement
Gefühlsbeobachtung: Welche Gefühle sind überhaupt in mir?
Gefühlsakzeptanz: Sie sind ja eh da.
Auch die Schwäche oder das Hilflosigkeitsgefühl erlauben
An ähnliche Situationen denken: Wie habe ich dort meine Kraft wiedergewonnen?
Fokus vom Ereignis abziehen und überlegen, was kann ich jetzt tun?
Was sind meine Stärken, die ich jetzt nutzen kann?
Wer oder was kann mir helfen?
Ins Vertrauen gehen (wenn es geht), dass sich neue Wege öffnen.
Beten und höhere Instanzen um Hilfe bitten.
Einen neuen Sinn in dem Geschehnis oder der Wirkung suchen (und finden).
Wie tief Krisen in uns wirken: Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass seelischer und körperlicher Schmerz in denselben Gehirnregionen verarbeitet werden. Das erklärt, warum Krisen nicht nur emotional, sondern oft auch körperlich spürbar sind. Doch genau hier liegt eine Chance: Indem wir unsere Widerstandskraft stärken, können wir aktiv daran arbeiten, unsere innere Sicherheit und Gelassenheit zurückzugewinnen.
Tanja & Birgit teilen ihre persönlichen Erfahrungen und geben Euch Impulse, um Krisen nicht nur zu überstehen, sondern daran zu wachsen.
Diese Folge ist erst der Anfang – es wird eine zweite Episode geben, in der Tanja und Birgit noch tiefer in das Thema eintauchen und weitere wertvolle Impulse geben. Seid gespannt!
Lasst uns wissen: Welche Strategien helfen Euch in schwierigen Zeiten? Schreibt uns Eure Gedanken oder teilt die Folge mit jemandem, der gerade Unterstützung braucht.
Transkript anzeigen
00:00:00: die offizielle Definition, nur das darf man Krisen nennen und dass nicht.
00:00:03: Sondern Krisen sind immer subjektiv, weil sie ja immer direkt auf dein und mein Lebensgefühl, auf deinen und meinen Lebenskonstrukt hinein stürmen eindringen es begrenzen beschädigen ist verändern es aufhalten ist verlangsam.
00:00:16: was auch immer Hallo!
00:00:18: Ich freue mich sehr, dass du wieder dabei bist.
00:00:20: Denn wie Du weißt sitze ich in unserem Podcast Persönlichkeitsenergizer mit Tanja Gatzke zusammen.
00:00:27: Eine ganz tolle Therapeutin und Coach eine Kollegin mit der ich unwahrscheinlich gerne mich über ihre Fachthemen auseinandersetze nämlich Burnout selbstwert Beziehung und Kommunikation weil Tanja neben all den Oberkommissaren ist.
00:00:41: insgeheim weiß ich manchmal gar nicht wie sie das alles schafft.
00:00:44: Ist das aber immer eine super spannende Unterhaltung
00:00:47: mit dir?
00:00:48: Ja, vielen Dank.
00:00:49: Birgit Kerstin Regenstein – Das kann ich nur zurückgeben!
00:00:52: Du als Politikwissenschaftlerin bringst auch den dementsprechenden Hintergrund mit und es ist immer toll, mit dir über deine Themen zu reden.
00:01:02: Leadership, Resilienz, Konflikte….
00:01:04: Da ist viel Zündstoff drin und ja... Es ist auch immer wieder spannend zu hören wie du mit deinem Unternehmen das nach draußen bringst als Coach oder Trainerin.
00:01:18: Guten Morgen, wer geht?
00:01:19: So schön dich zu sehen.
00:01:21: Guten Morgen!
00:01:22: Du bist im Hotelzimmer... Ich fang mal direkt an hier.
00:01:25: Es ist ja eine ganz ungewohnte Szenerie hinter dir.
00:01:29: Ja genau das ist es.
00:01:30: ich bin in dem Hotelzimer.
00:01:31: Ich bin diese Woche auf einer Fortbildung auf unserem Somatic Experienzin Training.
00:01:36: Genau bin ein bisschen angeschlagen und man merkt das noch meiner Stimme und mein Kopf ist noch ein bisschen zu aber für die Episode bin ich da.
00:01:42: und genau du siehst also hinter mir Kölns.
00:01:47: Ja, wie soll man sagen?
00:01:48: Silhouette siehst ihr nicht.
00:01:49: Du guckst ja gegen das Licht aber du darfst dir das davor stellen.
00:01:52: Die Skyline!
00:01:54: Und danke der Wort fiel mir nicht ein.
00:01:58: Trotz deiner Angeschlagenheit hast du was entdeckt auf LinkedIn und darüber haben wir uns eben unterhalten.
00:02:07: Und wenn du Lust hast, stellst doch gerne mal vor.
00:02:10: Und weißt du was mir gerade eingefallen ist?
00:02:11: Das passiert mir bei WhatsApp übrigens total häufig!
00:02:14: Wir haben unsere Zuhörer gar nicht begrüßt und das würde ich gerne nachholen.
00:02:19: Okay dann wollen wir einfach das ganz herzlich nochmal sagen.
00:02:23: Hallo liebe Zuhöerer!
00:02:25: Genau, schön!
00:02:26: Freue mich dass ihr dabei seid!
00:02:29: Auf jeden Fall weil ohne sie wären wir nix
00:02:33: Wir würden sonst einfach nur in die Blackbox quatschen und das wäre ein bisschen blöd.
00:02:37: Auf jeden Fall wissen wir, dass es einige gibt, die uns zuhören – und das ist total schön!
00:02:42: Weil wir merken, dass das offensichtlich was wir zu sagen haben nicht irgendeine Relevanz hat.
00:02:48: Und das ist sehr, sehr schön.
00:02:49: Das tut gut.
00:02:50: Wir quatschnen uns hier nicht nur um uns selbst herum sondern dass es dann mehr Wert gibt.
00:02:55: Das ist großartig.
00:02:56: Ja, das finde ich
00:02:57: auch.
00:02:58: Dank euch!
00:03:01: Genau, ein fetter Applaus.
00:03:03: Ja genau also dass wir jetzt gleich so einsteigen das war gar nicht abgesprochen.
00:03:06: eigentlich war das eher so eine Ergänzung zu dem Thema um das für uns heute drehen wollen.
00:03:10: ich habe einen Post auf LinkedIn heute in den gestern gefunden von der Professor Dr.
00:03:16: Judith Mangelsdorf die Professorin für positive Psychologie ist und sie versucht Resilienz neu zu deuten als das was es bisher so war und versucht sich so ein bisschen abzugrenzen.
00:03:29: oder Sie grenzt sich ab zu dem, was die Positivpsychologie durch Seligmann initiiert lange Zeit gesagt hat.
00:03:39: Sie behauptet nämlich, dass Resilienz das Gegenteil von Wachstum wäre.
00:03:43: Damit poste sie – das ist der große Titel unter dem ihr Post ist und dann erklärt sie, wie sie das meint.
00:03:48: Eine ganz spannende Diskussion die sich darunter entwickelt von anderen Doktor-Doktoren und Professuren Und ich habe da meinen Teil auch beigetan.
00:03:56: Wenn du magst, liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhöre guck einfach mal rein und diskutiere mit.
00:04:01: Es geht nun die eigentliche Frage Wozu dient Resilienz?
00:04:05: Also über resiliente Strategien haben Tanja und ich ja schon mal ein bisschen gesprochen.
00:04:08: Immer wieder, es werden wir heute garantiert auch nochmal machen weil wir euch ein bisschen mitnehmen wollen in unserer eigenen Krisen wie wir damit umgehen welche Kräfte uns da helfen, welche Strategien für uns nützlich sind um eben nicht die Disklinik hier vor der Schlange sitzen zu bleiben.
00:04:23: aber wohin führen diese resilientenden Strategien?
00:04:26: das ist eine total spannende Diskussion die sich daraus ergeben hat.
00:04:29: denn dass ist das eigentliche wohin euch begleiten wollen, nämlich aus der Krise raus in ein posttraumatisches und nennt man das Posttraumatsches Wachstum.
00:04:39: Also aus der krise heraus lernen und wachsen.
00:04:43: Genau!
00:04:44: Und es ist ja auch das Traumaparadoxon quasi, dass man eben durch eine Krankheit ich sage mein Anführungszeichen noch stärker, noch gesünder, noch vitaler mit mehr Power wird als vorher und das so natürlich dann positiv im Endeffekt umgedeutet wird.
00:05:02: Ich bin ja mehr der Pragmatiker, habe mir dazu ein Bild kreiert bzw.
00:05:09: mir ist dieses Bild irgendwann mal aufgekommen.
00:05:14: oder ich erkläre mir das so dass wenn du eine Schaufel benutzt oder anfängst Gitarre zu spielen das dann erst einmal wunden kommen und es tut richtig weh Genau, dann kommen die Blasen und die Haut, die dann anschließend nachwächst.
00:05:31: Die ist ja viel dicker und auch viel widerstandsfähiger.
00:05:35: Und das ist so das Bild was ich zu diesem Traumaparadokson immer habe und diesen Diskurs den du beschrieben hast der macht mich total neugierig.
00:05:45: Den kann dich nicht da werde ich gleich mal rüber wechseln.
00:05:50: Und wie spannend.
00:05:51: Ich weiß nicht, ob jeder hier von unseren Zuschauern weiß was positive Psychologie ist.
00:05:57: Magst du da mal einen Satz sozusagen?
00:06:00: Oder
00:06:00: in einem Satz, oh Tanja das ist aber jetzt hier mega ambitioniert.
00:06:05: Da muss ich erstmal meine Schultern lockern damit ich mal so einen Anlauf nehmen kann hier.
00:06:09: Also positive Psychologie ist eigentlich eine Entwicklung aus der jahrzehntelang diffizitär orientierten Psychologie gewesen.
00:06:17: Eine Gegenbewegung sozusagen in den Siebzigern Ist die ungefähr entstanden oder vielleicht ein bisschen später, ein bisschen früher?
00:06:24: Das kann ich gerade gar nicht genau datieren.
00:06:26: Bitte mich nicht auch festnageln!
00:06:28: Und die positive Psychologie hat ganz besonders herausgearbeitet wie wesentlich es ist eben nicht nur auf das zu schauen was fehlt, was krankhaft ist, was anderperformt läuft, was dramatisch eingrenzend ist sondern es ist die positive psychologie bestärkt Kompetenz sich bei dem, was uns geschieht.
00:06:52: zu trainieren, auch auf das zu schauen was gut ist.
00:06:55: Was bereits gut läuft oder aber bei all dem Mist irgendwie gut gewesen ist.
00:07:01: nicht in dem Sinne dass es eine Einladung in die Bagatellisierung ist und in die rosa-brillen.
00:07:07: Betrachtungen Die Welt ist schön Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt.
00:07:11: so aller Pipi Langstrumpf Das ist lange Zeit ihr nachgesagt worden sondern es geht eher darum dass man in der positiven betrachtung dieser welt und der eigenen lebensumstände einfach der Kraft entdeckt hat, die dazu beiträgt wieder aus der Krise, aus der Herausforderung.
00:07:27: Aus einer Krankheit, aus einer Traumatisierung herauszukommen.
00:07:30: und das ist so der große Spannbogen, den die positive Psychologie gebaut hat.
00:07:37: Und ich finde es auch so sinnvoll sich auf die Stärken zu konzentrieren.
00:07:42: also wenn ich irgendwo zum Beispiel eine Fähigkeit bei mir entdecke dass ich gut im Klavier spielen bin Aber mir Saxophon überhaupt nicht liegt.
00:07:53: Warum zum Teufel soll ich dann versuchen, jahrelang Saxophonen zu spielen und in dem Wissen dass ich mit Klavierspielen in der gleichen Zeit viel weiter kommen kann?
00:08:03: Also ich finde das auch im Alltag so useful also so anwendbar wirklich zu gucken.
00:08:08: okay wo liegen denn meine Stärken und was brauche ich um aufzublönen was brauch ich um Spaß im Leben zu haben und mich auch hier nicht auf meine Defizite zu konzentrieren, wo ich wahrscheinlich mit ganz viel üben überhaupt nur Mittelmaß erreichen kann.
00:08:23: Und das fand ich als ich das damals kennengelernt habe so klasse!
00:08:26: Also wirklich mal wenn Schwächen im Alltag herumfuddeln sage ich jetzt mal und man nicht durch den Alltag... Ja, das tun sie ja manchmal.
00:08:40: Sie fuddeln manchmal rum.
00:08:41: Sie sind störend!
00:08:42: Ja, sie halten einen davon ab irgendwas zu tun weil wenn ich... Ich habe es ja schon öfters gesagt, ne?
00:08:48: Wenn ich Buchhaltung machen muss oder so dann hab' ich so ein Ohne komm nicht jetzt und draußen scheint gerade die Sonne Und natürlich, Buchhaltungen komme ich nicht drumrum.
00:08:58: aber ich erlebe dass man sich oft mit Themen beschäftigt wo man meint Man müsste sich selber noch erziehen und das muss ich doch irgendwie hinkriegen und vielleicht kann ich das einfach aus oder eine Light-Version machen.
00:09:10: Also das heißt, dass ich meine Schwächen natürlich managere also dass sich damit umgehen kann, dass sie eben mir nicht auf die Füße fallen aber gleichzeitig mich darauf konzentrieren wo meine Stärken sind.
00:09:22: Das gefällt mir auch an dieser positiven Psychologie.
00:09:25: so gut im Krankheitsfalle noch mal viel eher
00:09:31: Und gleichzeitig,
00:09:33: finde ich muss mal gar nicht so weit gucken.
00:09:35: Also man kann das auch im Alltag prima anwenden und sehr sinnvoll auch anwende um überhaupt nicht krank zu werden.
00:09:42: Ich finde es ganz spannend dass du da über Stärken redest weil das für mich gar nicht naheliegend ist.
00:09:48: vielleicht bin ich dabei auch einfach zu resilient Tunnelblick mäßig unterwegs.
00:09:53: Weil das ist ja so ein Kernthema, mit dem ich in meinen Trainings auch arbeite und es kann ja sein dass ich mich dazu sehr eingeschossen habe.
00:09:59: Ich glaube das wesentliche für mich in der positiven Psychologie Und wenn wir über Resilienz reden ist immer die Frage nach der eigenen Wirksamkeit und da passen Die Stärken eben rein von denen du erzählst.
00:10:10: aber Es gibt eben Wenn wir über Krisenreden und das war ja eigentlich unser Aufhänger heute gibt es hier ganz viele Umstände auf die ich erst mal gar keinen Einfluss haben.
00:10:18: Ja, ich bin beim hier jetzt hier in der Fortbildung SE-Training.
00:10:21: Da geht es um traumatische Erfahrungen auf Unfallerfahrung Beziehungstraumata Um Gewalterfahrung was auch immer.
00:10:29: ja das sind alles Dinge.
00:10:31: da habe ich mich nicht freiwillig gemeldet oh Ich kann damit umgehen bitte mach mal ja sondern die sind ja passiert von außen an mich herangetragen In mein Leben hineingestürzt und dafür finde ich ist nochmal noch eine ganz großartige, sehr wertvolle Haltung wenn wir dann wirklich eher über die Wirksamkeit nachdenken.
00:10:48: Und hier geht es dann und darüber reden wir auch im SE-Training Janis dass die eigene Resilienz erweitert wird also unsere Beweglichkeit wird wieder erweitern wenn wir nach und nach in unserer eigenen Wirksamkeit wieder hereinkommen und nicht mehr in der Erstarreung bleiben so wie das Kaninchen eben vor der Schlange.
00:11:08: Und da finde ich sicherlich das Wissen, was ich kann.
00:11:11: Ein ganz großes Geschenk.
00:11:13: aber es gibt auch Momente in denen das völlig irrelevant ist.
00:11:16: Da stimme ich dir zu.
00:11:17: Also das was ich gesagt habe war ja eben die Transformation in den Alltag dass man gar nicht erst in dieser Stare drin ist sondern wie man quasi vorbeugen präventiv an das Leben rangehen kann damit man dann gar nicht landet wenn man drinnen ist stimm ich dir absolut zu.
00:11:33: Und ich finde ja bei diesen, also bei diesen Vorkommnissen sag' ich mal wenn in der Erstarrung bin oder nur noch aggressiv bin, oder nur auf der Flucht.
00:11:44: Also wenn ich quasi in diesen alten Mustern drin bin dann finde ich es schön also Selbstwirksamkeit dass ich mir meine Handlungsmöglichkeiten bewusst werde weil das ist etwas was mir persönlich totale Power gibt.
00:11:59: Das ist die eigentliche Superpower.
00:12:01: das ist ja nicht die etwas zu verhindern, immer alles unter Kontrolle zu haben.
00:12:06: Sondern die eigentliche Superpower ist dass ich weiß egal was kommt Ich kann das halten!
00:12:12: Ich kann es aushalten, ich kann das händeln und wenn ich das habe hab' ich ja auch diese innere Sicherheit Und auch die dementsprechende Gelassenheit Am Ende des Tages natürlich nicht mitten im Leiden.
00:12:23: Das richtig
00:12:23: Genau.
00:12:24: Die Frage wäre doch damit wir so ein bisschen praktischer werden Wann war denn deine letzte Krise aus der du mal rausgefunden hast?
00:12:34: Da stecke ich gerade mittendrin.
00:12:39: Also Krise ist natürlich alles immer relativ, sage ich jetzt mal.
00:12:43: aber ein großes Thema was mich seit drei Jahren beschäftigt es eine Riesenbaustelle bei mir am Haus die dazu führt, dafür sorgt dass ich gar keine Privatsphäre mehr irgendwie hier habe und deswegen hab ich beschlossen umzuziehen.
00:12:57: Und hab gemerkt das ist ein unglaublicher Sturm der in mir tobt ne?
00:13:02: Auf der einen Seite eben die Wut zum Teil und die Enttäuschung.
00:13:05: Ich hab natürlich auch Wertminderungen.
00:13:07: Das ist ein Investor der hier oder zwei hier bauen und gleichzeitig auch... das is mein Safe Place Die nicht jetzt.
00:13:15: seit drei Jahren haben wir hier sehr viel Lärm, wie man sich vorstellen kann wenn mehr Familienhäuser gebaut werden.
00:13:21: Und morgens
00:13:24: ab sieben?
00:13:24: Ja!
00:13:25: Genau, morgens ab sieben bis abends.
00:13:27: Sieben manchmal und genau.
00:13:29: Und dann haben wir uns natürlich schon Häuser angeguckt und auch Wohnungen.
00:13:33: Aber wenn man so eigentlich verliebt in sein Haus ist und da sich auch wohlfühlt, auch im Ort wo ich wohne fühle mich sehr wohl, dann ist es echt schwer.
00:13:41: Ich habe gemerkt das ist einfach nicht nur ein Haus sondern es ist wirklich mein safe place quasi.
00:13:48: Natürlich erweitere ich um jetzt nicht in der Starre zu bleiben und hier an meiner Wut zu ersticken Meine eigenen oder unsere?
00:13:57: Ja, genau.
00:13:59: Also da bin ich echt oft mein bester Kunde, wenn die Enttäuschung ranrollt.
00:14:03: Wenn ich merke, ich stecke fest, wenn ich wieder morgens um sieben im Bett lege und hier geht alles los und ich könnte eigentlich ausschlafen.
00:14:11: Ich denke, was mich das an Lebensqualität gekostet hat jetzt in den drei Jahren?
00:14:16: Und auch samstags, also Sonntag ist der einzige Tag, wo Ruhe ist hier.
00:14:20: Wie gesagt, Krisen, wenn man zum Gasastreifen rüber gucken würde, dann würden die sagen, na ja Gott, das ist natürlich alles relativ.
00:14:28: Aber mich hat das echt oder kostet es nach wie vor.
00:14:31: Total,
00:14:32: total.
00:14:32: und ich finde hier kommen wir zum einem ganz wesentlichen Phänomen also Krisen.
00:14:37: da gibt es nicht die auch offizielle Definition.
00:14:39: nur dass darf man Krise nennen und das nicht sondern krisen sind immer subjektiv weil sie ja immer direkt auf dein und mein lebensgefühl auf deinen und meinen Lebenskonstrukt hinein stürmen.
00:14:49: eindringen ist begrenzen beschädigen es verändern es aufhalten es verlangsamen was auch immer
00:14:55: absolut
00:14:57: Und das höre ich ja hier auch, ne?
00:14:58: Den großen Schmerz den du da hast über dein Haus.
00:15:01: Was du dir sehr liebst!
00:15:02: Ich hab's nicht gesehen bisher aber ich weiß dass du jeden Sommer feierst da und deine Tochter ist daran groß geworden, eure Katzen gehen da ein- und aus.
00:15:11: Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine ganz große Verbundenheit ist und fremdbestimmt der jetzt auf einmal mit irgendwelchen Gedanken gezwungen zu werden sich auseinanderzusetzen.
00:15:21: Das ist ganz schön hart.
00:15:23: Bevor ich meine Krise erzähle, vielleicht halten wir hier schon mal fest, Tanja.
00:15:26: Welche resilienten Strategien sind denn da drin?
00:15:29: Damit wir dir lieber Zuhörer dabei auch ein bisschen konkret was an die Hand geben.
00:15:34: Denn ich glaube dass es da gibt es schon einige, die super cool sind, die du da anwendest sehr selbstverständlich.
00:15:40: Du bist eben eine tolle Kollegin
00:15:42: muss ich sagen.
00:15:43: Ich wach sie gerade.
00:15:46: ja also zum einen Das habe ich noch gar nicht angesprochen.
00:15:49: Das habe für mich tatsächlich umgedeutet, dass ich sage okay wenn das Universum wirklich will, das ich hier ausziehe dann muss es was besseres geben.
00:15:58: Also Sinngebung?
00:15:59: Yes!
00:16:00: Genau.
00:16:01: Das ist das eine, dass sich sage das muss irgendeinen Sinn haben.
00:16:04: jetzt Dann ist es natürlich Gefühlsmanagement.
00:16:08: Das heißt, ich spüre die Wut.
00:16:10: Ich spüre den Trauer und lasse sie da sein.
00:16:13: Ich gehe in die Akzeptanz.
00:16:15: Ich erlaube mir verletzbar zu sein.
00:16:17: Also ich erlaube mir die Schwäche.
00:16:19: Gleichzeitig bleibe ich in meiner Kraft.
00:16:22: also das heißt ich lasse mich davon nicht lähmen.
00:16:24: Wie machst du das?
00:16:25: Da ist ja ein Schritt irgendwie.
00:16:26: Genau!
00:16:27: Ich erkenne was, ich lass es sein... Also ich akzeptiere es, ich laufe mir die schwäche aber ich bleib' nicht da.
00:16:34: Also sprich dieses Movement hier, wenn ihr mich sehen würdet ihr würdet sehen, dass ich mich hier so in die Kamera hineinwerfe.
00:16:40: Also was ist das?
00:16:41: Versuch das mal den Wort zu fassen.
00:16:44: Ich finde es nämlich einen ganz wesentlichen Hinweis.
00:16:46: Also ich spüre erstmal wo ist das im Körper?
00:16:50: also ich nehme diesen körperlichen Schmerz wahr weil Untersuchungen zeigen ja auch dass ob seelischer schmerz oder körperlicher schmerze ist die gleiche Gehirnregion Das heißt Es ist tatsächlich ein Schmerzt wie eine normale Wunde an der Haut.
00:17:06: Den Sitz nehme ich wahr und den registriere ich ganz bewusst.
00:17:09: Und dann versuche ich ihn erstmal beweglich zu machen, also größer zum Teil auch oder kleiner, dass ich quasi auf körperlicher Ebene erst mal gucke wie komme ich da hin?
00:17:21: Dass sich das vielleicht ein bisschen nutzen kann Das mache ich, indem ich ihn wandern lasse.
00:17:28: Hoch runter oder Versuche impulsieren zu lassen.
00:17:31: Hauptsache er kommt in Bewegung.
00:17:33: Also du
00:17:33: gehst emotional sozusagen in Kontakt mit deinem Schmerz?
00:17:36: Ja und aber nicht nur emotional sondern eben auch auf körperlicher Ebene.
00:17:40: Habe ich emotionalen Kontakt?
00:17:42: Ich meine, du gehest in den Kontakt mit deinen Schmerzen.
00:17:45: Genau!
00:17:45: Und also ich mache mir bewusst... ...ich bin nicht mein Schmerzt, ich habe einen Schmerze.
00:17:49: Er sitzt in meinem Körper und der ist körperlich greifbar.
00:17:52: Und manchmal hilft mir auch eine Erinnerung dass ich weiß, okay.
00:17:57: Ich habe schon in so vielen Situationen trotz Schmerz gehandelt und ich mache mir bewusst das dieser schmerz zwar echt ätzend ist um das jetzt mal hier sozusagen aber gleichzeitig mich nicht vom handeln ablässt.
00:18:11: dann Gehe ich in die Zukunft?
00:18:14: Warte, lass uns kurz mal kondensieren.
00:18:16: Ich mache hier gerade so eine Liste damit wir das nachher in den Show notes festhalten können.
00:18:20: Sinngebung, Gefühlsmanagementgefühl akzeptieren, den Schmerz verorten, Schwäche erlauben dann in den Kontakt mit dem Schmerzen gehen aber auch die Erinnerungen an Situationen aufrufen indem du deine Kraft an Zapfeln konntest.
00:18:34: Trotzschmerzen.
00:18:35: Gleichzeitig ist es ein Wort was ich sehr sehr liebe Genau.
00:18:38: Ich hab also auch hier wieder ein Bild, ne?
00:18:40: Man merkt, ich arbeite viel mit Bildern.
00:18:42: ja!
00:18:43: Wenn du dir so einen Bella-Bad vorstellst... Ja?
00:18:45: Es gibt ja diesen wunderbaren Film.
00:18:47: alles steht Kopf.
00:18:48: Ich weiß nicht ob du den kennst, ich lieb den noch nicht.
00:18:51: Also das ist eine ganz große Empfehlung von mir für jeden der sich mit Gefühlen beschäftigen möchte.
00:18:56: Ist eigentlich ein Kinderfilm aber mega gemacht.
00:18:59: und wenn du dir vorstellts es ist so ein Bella Bad und jeder Ball steht für ein Gefühl dann habe ich natürlich da dieses blöde Gefühl, die Traurigkeit.
00:19:08: Die Wut, die Hilflosigkeit was auch immer auf diesen Wellen draufsteht.
00:19:12: aber ich verliere dadurch nicht meine Fähigkeiten, die sind alle darin und vielleicht kann ich mal die Trauer oder die Wut an den Rand legen und meinen Fokus eben auf die Fähigkeiten.
00:19:23: also was kann ich denn noch tun?
00:19:24: Vielleicht kann ich nicht das große Ganze abwenden... Also nicht nur vielleicht in meinem Falle gar nicht!
00:19:29: Aber was kann Ich denn
00:19:30: tun?!
00:19:31: Das ist das was ich meine mit der Superpower Und dann einfach mal brainstormen, erstmal ohne Absicht.
00:19:38: Hier sind wir bei der Wirksamkeit.
00:19:41: Genau und auch hier jetzt natürlich ein Teil davon was sind meine Stärken oder wen habe ich in meinem Umfeld?
00:19:48: Also wenn ich mir selbst nicht helfen kann gibt es denn vielleicht jemanden den ich fragen kann der mehr helfen kann der auch noch Ideen hat?
00:19:55: also das finde ich auch immer ein wichtiger Tal gar nicht nur bei mir selbst zu suchen sondern auch zu gucken.
00:20:00: Und selbst wenn es eine bezahlte Dienstleistung ist, in meinem Falle Makler oder jemand der sich auskennt.
00:20:06: Ich überlege sogar selber zu bauen nochmal auf meinem Grundstück weil wenn ich meinen Garten eh nicht nutzen kann dann kann ich theoretisch auch noch ein Haus dahin setzen und das verkaufen oder vermieten.
00:20:14: also in ne ganz andere Richtung auch zu gucken.
00:20:17: Da finde ich das zu schauen okay wer könnte denn Unterstützer sein?
00:20:21: Finde ich auch sehr wichtig.
00:20:23: Cool!
00:20:23: Sehr cool.
00:20:24: Also jetzt habt ihr schon ganzes Bündel an resilienten Strategien.
00:20:27: Das sind so Kerne Strategien und ihr merkt hier, dass Tanja eine gewiefte, resiliente Frau ist.
00:20:34: Und ich habe mich kurz gefasst?
00:20:36: Ja, das habe ich gemerkt!
00:20:38: Deswegen bin ich ab und an mal rein.
00:20:39: Ich dachte, ich muss ja auch mal meine Krise gleich
00:20:41: entdecken.
00:20:42: Wollte ich gerade sagen, es muss ja noch Platz für dich sein... Wir
00:20:44: wollen ja nicht irgendwie jemanden überlangweilen, unser Zuhörer.
00:20:48: Willst du
00:20:49: sagen, dass ich langweile?
00:20:50: Nein, nein, sonst wenn du so lange redest und ich da hinten dran komme, dann schreitet man irgendwann ab.
00:20:58: Tanja, nein.
00:20:59: Keva!
00:20:59: Nein, nein...
00:21:02: Ja, leg los.
00:21:03: Also
00:21:03: tatsächlich ... Ich habe ja gerade erzählt dass ich in der Woche hier in Köln bin In der Somatic Experienzientraining-Woche.
00:21:09: Das ist meine zweites Jahr, das ist die Ausbildung der drei Jahre Und letzte Woche kurz bevor ich losfuhre Ist mein Vater ins Krankenhaus gekommen.
00:21:17: Mein Vater ist sieben, achtzig wird.
00:21:20: er dieses Jahr Hatten Bein gebrochen.
00:21:22: Der ist im Bad gestürzt.
00:21:23: Meine Mutter hat ihn zum Glück gefunden Und das ist so der erste Schocker gewesen, weil eigentlich war das die ganze Zeit etwas was meine Schwester und ich erwartet haben.
00:21:30: Wir hofften sehr dass es irgendwie vorher noch abzuwenden wäre und er vorher schon ins Heim geht.
00:21:35: aber meiner Mutter, die ist ja krank konnte ihn nicht loslassen.
00:21:39: Das hat dazu jetzt geführt, er ist im Krankenhaus und das Krankenhaus hat gesagt er kann sechs Wochen das Bein nicht belasten.
00:21:44: Das heißt für uns meine Schweste und für mich ist es so, dass es eigentlich ein Glücksfall war, dass er jetzt gestürzt ist Mit dem Zustimmung meiner Mutter, ohne dass wir einen Riesenfass mit ihr aufmachen müssen in die Betreuung gehen kann.
00:21:58: Wir haben auch zeitnah einen Dankmein des Engagements meiner Schwester, die ist echt großartig.
00:22:03: Da haben wir ein Hausplatz gefunden und das ist wirklich großartige.
00:22:07: Aber er ist eben dement und es wird deutlich nochmal viel dementer als wir dachten.
00:22:11: Auch dass es etwas was eigentlich jetzt natürlich... Ich weiß gar nicht ob das wirklich eine Krise ist oder aber ob das einfach zum Leben dazu gehört weil man sich verabschieden muss nach und nach.
00:22:20: Aber damit fing so der Reigen an von dem ich erzählen möchte.
00:22:23: Hier sind aber auch schon die ersten Strategien.
00:22:25: Was kann man dafür tun?
00:22:26: Positiv konnotieren Gutes hätte anders sein können.
00:22:29: Es hätte auch ein Oberschenkel Halsbuch sein können und er wäre sofort an der Lungenzündung weiterhin im Bett gelegen, weil das meistens eine kausale Verbindung im Krankenhaus wird.
00:22:37: Nein es ist nur in Anfangstrichen der Unterschenkel.
00:22:40: Meine Mutter sieht es ein!
00:22:42: Das ist also eigentlich ne positive Konnotierung.
00:22:44: wir hätten wahrscheinlich uns noch ein halbes Jahr dem Mund fursulich geredet
00:22:48: Und finde es auch ganz wichtig, auch du wieder nicht in den Vergleich zu gehen.
00:22:53: Ist das überhaupt eine Krise?
00:22:54: Ist so lustig wie wir da überhaupt reinfallen?
00:22:57: oder ist das einfach nur dass wir uns vom Leben verabschieden?
00:23:00: Da ist schon wieder dieses... Das fand ich ganz lustig und gleichzeitig habe ich mir gedacht ja, Krisen gehören zum Leben dazu aber bloß weil es normal ist heißt das nicht, dass es nicht in der Krise sein kann.
00:23:11: Genau
00:23:11: deswegen hab' ich da auch ganz schnell gestoppt weil ich dachte genau, das ist eigentlich ne Zäsur.
00:23:15: Krise ist auch Ne Zäsura Also kann man sie auch nennen, genau.
00:23:18: Das Zweite ist Freitag ist einer unserer jüngsten Enkel, der ist noch nicht im Jahr ins Krankenhaus gekommen mit einer zentralen Lungenzündung und musste die ersten drei Tage vier Tage beatmet werden mit hohem Burg mit forty Prozent Sauerstoff.
00:23:32: Und das ist etwas...das ist eine wirkliche Krise finde ich in dem Sinne von.
00:23:36: das gehört nicht zum Leben dazu im Normalen Zyklus sondern es ist so dass tatsächlich das eigentlich frightening ist für jeden der Kinder hat.
00:23:45: Ich bin zwar als Großmutter in der zweiten oder dritten Reihe, aber es ist schon sehr dramatisch gewesen mich da eben im ersten Moment um außerhalb meines Wirkungsradios damit konfrontiert sehen zu müssen.
00:23:56: Meine Schwiegertochter konnte zum Glück dabei sein, positive Notierung Ja.
00:24:00: sie hat dabei sofort eine Bettnachbarin gehabt sozusagen deren Kind hat genau dasselbe gehabt.
00:24:06: Eine Allianz für die beiden.
00:24:07: das führte zwar auf der einen Seite erst einmal zur Belastung weil man ja quengelige Kinder hat Aber im Laufe des weiteren mitten das scheint es auch hier so eine Allianz gegeben zu haben zwischen den beiden, dass man sich gegenseitig stärkt.
00:24:19: Das ist großartig.
00:24:21: Mittlerweile nur um das ja ein bisschen aufzulösen für die Zuhörerinnen und Zuhärern geht es meinem Enkel wieder soweit gut.
00:24:26: Der hat heute die erste Nacht ohne Sauerstoff schlafen können, er hat Antibose natürlich bekommen also ihm geht es soweits besser!
00:24:32: Ja was habe ich dabei gemacht?
00:24:34: Ich konnte nicht da bleiben weil ich musste in die Fortbildung, weil die für mein weiteres berufliches... Leben wesentlich ist, weiß das mein Mann.
00:24:43: Aha!
00:24:43: Allianzen bilden, wer kann mir helfen?
00:24:46: Mein Mann war vor Ort, hat da mein System dieser Familie, meinen Sohn also mit den drei anderen Kindern die haben vier unterstützt damit er ab und an ins Krankenhaus gehen kann meine Schwiegertochter unterstützen können.
00:24:56: ich habe regelmäßig mit ihr geschrieben, telefoniert Ich hab mich auf dem Laufenden gehalten Und ich habe nicht nur Sinngebung.
00:25:03: Also ich will dem keinen Sinn geben warum der sehr kleine so krank geworden ist aber für mich selbst habe ich eine spirituelle Verankerungen, jeder der das nicht zum ersten Mal hört weiß dass ich glaube und für mich war das Gebet ganz wichtig.
00:25:15: Und als sich die Tage des Erste mal der Tanja erzählte, war das ein ganz ganz toller Moment weil ich der Tanjan nämlich erzählen konnte, dass ich in meinen morgendlichen Meditationen andachte wie man auch immer das nennen will.
00:25:28: einen Bibelfers ist mir zu gefallen Gott erhört gebet Ja, und das war für mich eine ganz große Kraftquelle.
00:25:35: Dieser Zuspruch ist genau in dieses Gefühl hineingekommen.
00:25:38: Ich habe niemanden anderen der sich kümmern kann außer du.
00:25:42: Und ja ihr merkt ich versuche das schon gleich ein bisschen zuzuordnen damit ihr Zuhörenden einfach ein Gefühl dafür bekommen, dass das eine Sache ist.
00:25:51: Man kann sich bei all dem Schrecken auch dafür entscheiden und das ist so die Brücke an der Du Tanja sehr viel gerade erzählt hat, wo findest du den Schmerz?
00:26:01: Ich muss gestehen ich bin nicht in diesen Schreck hineingegangen weil ich einfach noch ganz woanders hin musste!
00:26:07: Ich musste irgendwo weiter funktionieren, so war auf jeden Fall mein Gedanke.
00:26:10: deswegen bin ich nicht in den Scherz gegangen sondern ich habe sofort geschaut was kann ich da für tun damit... möchte geschützt werden kann, auch wenn ich selbst nicht vorangehe.
00:26:19: Auch wenn ich selber dabei bin und das fällt mir gerade ein.
00:26:22: während dieses sage ist auch möglich weil ich mich in den letzten jahren seitdem ich großem unter bin das ist schon sechs Jahre nach und nach von einem meiner wesentlichsten und sehr, sehr belastenden Glaubenssätze verabschiedet haben.
00:26:36: Nämlich dass ich unabdingbar bin!
00:26:39: Und von dem habe ich mich verabssiedelt, deswegen konnte ich loslassen.
00:26:41: Das ist vielleicht auch eine resiliente Strategie sich wirklich zu entscheiden nicht an dem zu klammern was ich nicht ändern kann worauf ich keinen Einfluss habe.
00:26:50: Darauf vertrauen das ist meines Erachtens nach ne weitere Strategie, die sich Wege öffnen.
00:26:54: Ja das sind definitiv weitere Strategien.
00:26:58: Die Akzeptanz einfach... Was heißt einfach?
00:27:01: zu schauen, inwieweit kann ich in die Akzeptanz gehen wenn sich Sachen wirklich nicht ändern lassen und nicht in unserer Kraft liegen.
00:27:09: Und jetzt habe ich dir so intensiv zugehört gerade noch dass ich vergessen
00:27:14: hab
00:27:16: was ich sagen wollte ist demnach dann auch nicht so wichtig.
00:27:19: Ich denke wir haben ja jetzt auch viel gesprochen und wichtig ist finde ich das vielleicht noch so.
00:27:25: zum Abschluss dass man natürlich gucken muss.
00:27:28: Das war gut, was du gerade gesagt hast.
00:27:31: Also ich gehe in den Schmerz einfach weil ich um meine Fähigkeit weiß nicht stecken zu bleiben und das ist ja auch etwas von Akzeptanz quasi so.
00:27:39: Ich nehme überhaupt erstmal wahr Was is denn da?
00:27:41: Und manchmal stelle ich fest dass Wut eigentlich trauer ist oder ich denke ich bin traurig und stelle fest oh der ist wut
00:27:47: Ja das kenne ich auch.
00:27:48: Das ist aber eine Fähigkeiten die natürlich habe für alle anderen da draußen.
00:27:53: wenn Du Angst hast Dass dich der schmerz überwältigen würde Dann bitte geht er nicht so rein.
00:28:00: oder stell dir vor du setzt dich nur mal an Rand und beobachtest sowas passiert denn da.
00:28:05: Also wie
00:28:06: Hilfe?
00:28:07: also das ist ja trainiert.
00:28:09: diese Kompetenz die ist ja trainiert.
00:28:11: es ist eine Fähigkeit, die gerade da wo wir uns beide mit Resilienz mit Traume auseinandersetzen gehört das auch mit in dieses denken und das ist etwas, was wir entweder schon biografisch gelernt haben oder aber eben durch Fortbildung.
00:28:26: Aber das ist eine ganz wichtige Fähigkeit.
00:28:29: Aber bitte liebe Zuhörer und lieber Zuhöre gehe da nicht allein unkontrolliert rein wenn du bisher damit keine Erfahrungen hast sondern dann lass dich begleiten such dir Begleitung und dass nicht nur durch eine liebe Freundin sondern wenn je nachdem wie groß der Schmerz ist dann bitte professionell.
00:28:44: Auf jeden Fall!
00:28:44: Nee deswegen war es gerade, dass Du das nochmal gesagt hast fand ich richtig gut.
00:28:48: ja
00:28:48: Was ich dabei noch mal feststelle, wir hatten ja so unseren Arbeitstitel diskutiert.
00:28:53: Mein erster Gedanke war ... Wir nehmen euch jetzt mal ganz kurz noch mit für den Abspann und wir dachten erst, wenn nennen das Krise Treibsant oder Schlagsahne?
00:29:02: Fanden beide diesen Titel ziemlich cool, aber irgendwie ist der ja immer muss ihr ein siebzehntausend Denkschleifen machen damit man versteht was wir da mit meinen.
00:29:09: Und wenn wir hier aber gerade über dieses Innenschmerz hineingehen reden Ist das manchmal wie Treibsand?
00:29:15: Ja je mehr man sich darin bewegt und je mehr Man sich irgendwie Darin versucht festzukrallen dass du mehr ist es wie im treibsant Du versingst mehr und mehr.
00:29:25: ich weiß zufällig ja Ich habe dann nie etwas zugelesen.
00:29:28: ich glaube ich hab das irgendwann mein buch gelesen so Also doch gelesen, aber nicht wie kann man aus Treibsand rauskommen?
00:29:33: Ich glaube das war einmal irgendwann ein Albtraum von mir.
00:29:36: Ja dann habe ich glaube ich gelesen wie kommt man aus treibsant raus?
00:29:39: und das ist etwas.
00:29:40: man muss sich tatsächlich ganz auf den Sand legen also nicht senkrecht sondern man muss ganz waagerecht sich auf den sand legen und nach und nach sich an den Rand rollen.
00:29:52: gruselig die Vorstellung ja sich treibstand an zu vertrauen und verhoffen dass die Gewichtsverteilung das ja physikalisch eigentlich trägt.
00:30:00: Und ähnlich ist es ja mit dem, ich weiß dass der Schmerz ist.
00:30:04: Ich akzeptiere den und jetzt sorge ich dafür wo kann ich damit so umgehen das er mich nicht verschlingt sondern ich oben aufbleibe?
00:30:14: Genau!
00:30:15: Das ist so zum Treibsand.
00:30:16: Ja also Vertrauen.
00:30:20: Okay, ja.
00:30:21: Ach
00:30:21: so, wollen wir noch Schlagseiner aufbauen?
00:30:23: Noch kurz wenn ich das jetzt schon erwähnt habe...
00:30:25: Ja go for it!
00:30:26: Es ist eigentlich Butter.
00:30:27: oder hab' ich mir gerade überlegt?
00:30:29: Ich merke es dann auch ein oder vorgestern keine Ahnung.
00:30:32: Ja genau, es ist eigentlich butter.
00:30:34: aber ich finde das Bild zu vertrakt.
00:30:37: mehr weil das heißt ja so dass der irgendwie zwei Frische fallen in Glas Milch.
00:30:41: ne da eine der ertrinkt weil er irgendwie da nicht auskommt der andere rudert solange bis es butter wurde und ich finde Also das Bild an sich soll einem Mut machen,
00:30:51: durchzuhalten.
00:30:52: Genau und weil die Butter... Fest wird, kann der Fraustan quasi sein Leben retten.
00:30:57: Danke.
00:30:58: Ich hab jetzt gedacht ... Genau!
00:31:00: Ich weiß es nicht, ob das wirklich ein guter Tipp ist?
00:31:03: Also ich muss euch mit dieser Frage auflassen aber vielleicht hat Tanja dazu ja noch ein tolles anderes Bild.
00:31:08: Ja denn ich muss gestehen... Ich finde die Idee um jeden Preis immer wieder in den Milch zu strampeln damit sie butter wird hat manchmal auch keinen Sinn.
00:31:16: also Resilienz ist meines Erachtens.
00:31:19: Auch unsere resilienten Strategie ist meins erachtens nach manches mal auch einfach die Dinge zu belassen.
00:31:24: In diesem Fall würde das natürlich für den Frosch bedeuten, dass er ein Milchglas bleibt.
00:31:28: Das ist ziemlich blöd ja?
00:31:29: Aber für uns bedeutet es wenn wir dann diese Metapher einfach mal für uns wieder in unser Leben nehmen, bedeutet nicht, dass wir alles bekämpfen und alles gestalten und alles verändern müssen was sich uns begegnet, was sich unseren Weg stellt sondern manche Dinge müssen wir dann auch verabschieden ähnlich wie du über deinen Haus nachdenkst.
00:31:46: Genau also das denke ich auch.
00:31:48: ne Es kommt immer darauf an wo man diese Metaper nutzt.
00:31:50: Also manche Leute haben schöne, wunderschöne Träume und fangen gar nicht erst an.
00:31:56: Weil sie eben nicht an sich glauben.
00:31:57: also da finde ich die Metapher passend ja genau.
00:32:01: aber natürlich gehört Loslassen definitiv auch mit zu einer Bewältigungsstrategie und ich habe schon wirklich so oft miterlebt auch bei mir und anderem dass wenn man loslässt in die Akzeptanz geht dann kommt auf einmal Freiheit und Erleichterung und dann ist man einfach einem ganz ganz anderen Punkt.
00:32:20: In diesem Sinne, wow.
00:32:21: Ja klar!
00:32:23: Vielen Dank Birgit auch für das ja doch sehr private Offenlegen.
00:32:28: von dem was dich beschäftigt ist ja auch nicht selbstverständlich.
00:32:30: es ist ja noch mal eine andere Hausnummer und ich hoffe liebe Zuhörer und Zuhöhrerin ihr konntet einiges davon mitnehmen für eure diversen Situation die vielleicht da sind.
00:32:42: Und ja, ich würde sagen kommen wir dann jetzt hier auch zum Schluss oder?
00:32:45: Genau das würd' ich aussagen.
00:32:47: Ich wünsche dir liebe Zuhörer und lieber Zuhöhrer dass du keine Angst hast vor der nächsten Krise oder vor dem was sich gerade vor dir aufbaut sondern dass du dich darin übst dir selbst zu vertrauen in dem was Du bereits in deinem Leben ein Gute mehr veranderst.
00:33:02: Das wünschte ich dir!
00:33:03: Das ist cool genau weil da drin liegt die Power nicht in der Verhinderung.
00:33:06: das können wir gar nicht alles leisten.
00:33:09: Ja super!
00:33:10: Das war ein schöner Schlusswort.
00:33:12: Dann bis
00:33:13: zum nächsten.
00:33:14: Bis zum nächsten!
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