Machst du dir selbst zu viel Druck? Was wirklich dahintersteckt
Shownotes
Machst du dir selbst ständig Druck? Hast du das Gefühl, nie gut genug zu sein – egal, wie viel du leistest? Vielleicht erfüllst du Erwartungen, die nie wirklich deine waren.
In dieser Folge sprechen Tanja und Birgit darüber, warum wir uns oft selbst am stärksten unter Druck setzen und wie fremde Erwartungen unser Denken und Handeln beeinflussen. Du erfährst, wie du deinen inneren Kritiker besser verstehst, selbst gesetzte Maßstäbe hinterfragst und dich Schritt für Schritt von unnötigem Perfektionismus und Selbstzweifeln lösen kannst.
In dieser Episode erfährst du:
✨ Warum du deine Erwartungen regelmäßig hinterfragen solltest.
✨ Wie du erkennst, welche Ansprüche wirklich zu dir gehören.
✨ Weshalb dein innerer Kritiker oft lauter ist als nötig.
✨ Warum Widerstand ein Zeichen dafür sein kann, dass du nach fremden Maßstäben lebst.
✨ Wie es gelingt, mit mehr Selbstmitgefühl statt Selbstkritik durchs Leben zu gehen.
„Wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dumm zu sein.“ – Albert Einstein
Ein kraftvoller Impuls, dich nicht länger an Maßstäben zu messen, die gar nicht zu dir passen.
🎙️ Unser Fazit: Du musst nicht alle Erwartungen erfüllen – schon gar nicht die, die andere für dich geschaffen haben. Wahre Freiheit beginnt dort, wo du selbst entscheidest, nach welchen Werten und Maßstäben du leben möchtest.
💬 Reflexionsfrage für dich: Welche Erwartung an dich selbst möchtest du heute loslassen?
Hier gehts zu Birgits Website
Hier gehts zu Tanjas Website
Transkript anzeigen
00:00:00: Teilaspekt von Erwartungen erfüllen, ist ja vielleicht habe ich auch einen Widerstand diese Erwartung zu erfülen weil das eigentlich gar nicht zu mehr gehört.
00:00:08: Weil ich das nur mache, weil es Pflichtprogramm ist.
00:00:11: Hallo!
00:00:11: Ich freue mich dass wir die nächsten Minuten miteinander verbringen und möchte Birgit Kerstin Regenstein vorstellen studierte Politikwissenschaftlerin mit ihrem Unternehmen unterwegs mit den Schwerpunkten Leadership Resilienz und Konflikte als Coach und Trainerin
00:00:30: Ja, Tania.
00:00:30: Das kann ich nur zurückgeben.
00:00:31: Tanja Gatzke sitzt hier neben mir eine ganz tolle Kollegin, Therapeutin und auch Coach.
00:00:37: Sie selber arbeitet mit den Schwerpunkten Burnout und Selbstwert Beziehung und Kommunikation ist außerdem Oberkommissarin Und an dieser Stelle macht es gerade den ganz ganz spannenden Mix aus Denn die Gespräche, die wir führen sind immer spannend.
00:01:00: Hi!
00:01:03: Hallo!
00:01:03: Wie geht's?
00:01:04: Schön im Sommerlook
00:01:05: Ja, finde ich auch.
00:01:06: Ganz großartig dass wir hier... Ich bin verbarrikadiert also verschattet und so damit ich irgendwie klar denken kann aber es ist trotzdem toll wenn man rausgeht und weiß das der Himmelblau ist.
00:01:17: Ja das stimmt ja.
00:01:20: Gute Laune Gefühle
00:01:21: Genau!
00:01:22: Und gute Launegefühle haben wir ja auch mit Blick darauf Dass wir uns für ein Thema nochmal entschieden haben was wird ziemlich interessant finden?
00:01:32: Genau Und da geht es um unsere Erwartungen.
00:01:36: Also wir knüpfen quasi an, an unsere letzte Folge nur dass die Erwartung eben nicht nur an die anderen gerichtet sind sondern auch an uns.
00:01:45: Genau und dabei ist ja die große Frage was löst das eigentlich in uns aus?
00:01:52: Ist man sich eigentlich immer klar, bist du dir mal klar darüber was du von dir erwartest?
00:01:56: Sind das deine Erwartungen?
00:01:58: oder sind das irgendwelche Bilder die du irgendwann mal antrainiert bekommen hast und denen jetzt hinterherläufst.
00:02:04: Und was macht das wenn du diese Erwartung nicht erfüllst?
00:02:07: es sind so drei Fragestellungen die ich damit verbinde.
00:02:10: und du wie geht's dir damit?
00:02:12: Ja, genau so.
00:02:13: Also da kann ich gut mitgehen und es ist ja so einfach sich darüber zu beschweren wenn andere meine Erwartungen nicht erfüllen aber wenn ich meine eigenen Standard nicht erfüllen kann.
00:02:26: Das ist natürlich echt blöd, ne?
00:02:27: Also zum einen wird die Erwartung nicht erfüllt dann gebe ich mir selbst immer noch die Peitsche weil es eben nicht erfüllten kann.
00:02:34: das schon ganz schön ungünstiger Loop finde ich.
00:02:37: Naja und wenn wir jetzt mal schauen wer so bei uns sitzt Wer so zu uns kommt in die Coachings Dann ist das nicht selten sind das Menschen Mit dem Thema zum Beispiel Erschöpfung, Erschäpfungs-Depression oder sogar Burnout.
00:02:50: Bei uns sitzen... Ich sag jetzt und ich gehe davon aus dass das bei dir ähnlich ist Und die Just genau mit diesem Thema zu handeln.
00:02:58: Wie gehe ich mit eigenen Erwartungen um?
00:03:00: Und der Tatsache, dass ich die nicht erfülle gerade eben oder auf Dauerschon und schon länger.
00:03:07: Das ist schon jetzt nicht so irgendwie, dass wir mal so abstrakt darüber sprechen müssen.
00:03:12: Sondern sehr konkret und das dann nochmal aufzulösen?
00:03:15: Also das denke ich darüber lass uns doch sprechen wie man das am besten bearbeiten kann, wie man den begegnen kann welche Tools wir dafür vielleicht auch nutzen könnten.
00:03:24: um dem sich ein bisschen mehr zu näher wäre das ein Vorschlag.
00:03:29: Ein sehr schöner Vorschlag also.
00:03:32: Ich würde als erstes Also du kannst ja nur was bearbeiten, was du kennst.
00:03:37: Das heißt erst mal musst du es überhaupt mal identifizieren.
00:03:39: also wo habe ich denn Erwartungen?
00:03:42: und wir reden jetzt nicht von Erwartung die ich locker leicht erfülle sondern eben Erwartungen, wo ich mit Hader feststelle Ich genüge mir selbst quasi nicht Und das heißt erstmal kann ich mal drauf gucken okay Wo hab ich dann erwartungen?
00:03:54: Die ich nicht erfüllen?
00:03:55: und wo kommen dann eben anschließend die Selbstvorwürfe oder Während dem Reden fällt mir gerade ein Vielleicht auch welche, die ich erfüllen kann.
00:04:05: Aber die mich unheimlich unter Druck setzen.
00:04:08: also bei Frauen ist es ja sehr oft du hast sowieso keine Ahnung ne vierziesstundenwoche und die Kinder Und Mann und Haushalt und Garten und irgendwie alles gleichzeitig wobei Ich jetzt nicht sagen will dass das nur bei frauen ist aber in meiner Erlebniswelt habe ich da schon manchmal den Eindruck dass dabei frauen zumindest mal Die höhere erwartungshaltung ist zu sagen Ich muss das alles hundert Prozent schaffen.
00:04:36: Also mit den Kindern muss alles ich machen, das kann auch sowieso nur ich am besten weil mein Mann würde die Hälfte vergessen.
00:04:42: und jetzt sind wir ja beim Delegieren.
00:04:44: und Delegiern im Beruf, würde ich sagen ist mal ganz klar wenn ich Delegiere habe natürlich nicht mehr hundert prozent die Kontrolle.
00:04:50: Mitarbeiter machen vielleicht Sachen anders als ich es gemacht hätte und dass das aber so schwer fällt.
00:04:55: also das heißt er isst auch einen eigenen Anspruch die Erschöpfung in Kauf zu nehmen, aber dafür alles selbst zu machen und zu wissen dass das hundert Prozent ist.
00:05:04: Was sagst du dazu?
00:05:06: Ja wir reden hier an dieser Stelle tatsächlich über so genannte Antreiber.
00:05:09: was treibt mich an, was bringt mich über meine Grenzen, was lässt meine Toleranz zu diesem Lieber erschöpft sein es dann aber dafür erfüllen als auf mich achten, Genau, das ist so ein Resultat daraus.
00:05:26: Ich würde noch mal gerne mit dir bei den Erwartungen bleiben weil ich da auch mitschwinge was du gerade gesagt hast dass nämlich in diesen Antreibern diese Erwartung permanent eine Rolle spielen.
00:05:38: Ich muss es perfekt machen oder aber sei schnell, oder mache es allen recht.
00:05:43: Oder aber sei stark und strenglich anders sind alles so Sachen die hier tatsächlich automatisch natürlich einen Impact auf uns selbst haben wenn wir mit diesen Anteilbern unterwegs sind.
00:05:54: Und ich fand das gerade ganz spannend was du gesagt hast je mehr ich feststelle dass sich mein eigenen Erwartung nicht einfach so Genüge tun kann, desto mehr steiger ich mich da hinein und desto meer entstehen Selbstverwürfe.
00:06:10: Diese Gleichung die fand ich dann total spannend die du mit reingebracht hast weil ich glaube dass das vielleicht Das eigentliche ist was uns anschließend so erschöpft nämlich festzustellen Ich will es allen recht machen ich will es perfekt machen ich Will besonders stark sein oder was auch immer Kann ich aber nicht.
00:06:30: Dieses kann ich aber nicht.
00:06:31: Bleibt da nicht einfach so?
00:06:32: Ich kann es nicht, man könnte ja dann schnell nicht ... So was!
00:06:36: Sondern kann ich nicht.
00:06:38: und dann... Du dove tussi du blöder Typ, du schwächling mein Güte typisch du das du schon wieder nicht auf die Reihe kriegst.
00:06:46: also Dann fangen so die Selbstabwertung an Und ich kann mir vorstellen wenn wir so über so ein Energie Balance reden dass das das eigentliche ist was uns zu erschöpft am Ende des Tages Dass wir aus dieser Selbstabwertungsspirale nicht rauskommen, sondern statt eben die Barmherzigkeit mit uns als Referenz zu haben.
00:07:07: Die Erwartungen als Referenze haben und die werden ja.
00:07:11: je häufiger ich die Erwartung nicht erfülle dich an mich habe desto tiefer ist er der Fall!
00:07:16: Ja und ich denke das es sich also hier lohnt mal zu gucken der innere Kritiker oder wer auch immer mich da gerade geißelt, ist es wirklich meine Stimme.
00:07:27: Also bin das wirklich ich?
00:07:29: Oder lebe ich vielleicht noch so ein
00:07:30: Muster?"
00:07:32: aus der Kindheit in irgendeiner Art und Weise, dass ich quasi nur akzeptiert wurde.
00:07:37: Wenn ich Leistung bringe, wenn ich funktioniere oder was ist passiert?
00:07:42: Wenn ich in meiner Kindheit Schwäche gezeigt habe, war das okay?
00:07:45: Wurde du das toleriert?
00:07:47: Oder hab' ich mir dann abfällige Bemerkungen eingefangen?
00:07:50: also was fällt dir dazu ein?
00:07:52: Also sich selbst das zu fragen.
00:07:53: Was fällt mir dazu ein, wenn Ich daran denke Heute leiste ich mal gar nichts.
00:07:58: Ich schiebe mal alle Aufgaben auf morgen, also ich meine es ist jetzt natürlich ein sehr utopisches Extremes Beispiel.
00:08:03: aber trotzdem um da einfach wirklich mal in dieser Überspitzung zu gucken und wenn ich dann das erste was mir einfällt dann mein Vater ist der abfällig guckt oder meine Mutter die keine Ahnung war ja dann weiß ich schonmal wo's herkommt.
00:08:17: Also sich da noch ohne was zu verändern weil alleine dadurch kann sich schon etwas verändern
00:08:24: Schon allein dadurch kann sich was verändern, weil ich auf einmal verstehe dass ich da tatsächlich auch eine Distanz entstehen lassen kann.
00:08:30: Das wäre möglich ja das stimmt.
00:08:33: Ich glaube auch Also ich denke so ein bisschen weiter nochmal an Menschen mit denen ich arbeite wenn wir traumasensibel arbeiten Und in einem traumasensiblen Setting begegne ich eben auch Klienten, die weil sie so sinnfiese sind.
00:08:51: Weil sie ihre Geschichten haben.
00:08:53: Sind Sie eben auch an manchen Stellen nicht funktionstüchtig?
00:08:56: Haben Ihre Trigger und Ihre Trauma Wirbel und entwickeln sich oder verhalten sich so wie sieht das eigentlich nicht wollen.
00:09:02: Und da gibt es eben auch diesen Zusammenhang.
00:09:06: Ich möchte eigentlich normal funktionieren im Leben, kann das aber nicht aufgrund meiner biografischen Geschichten.
00:09:12: und ja ich bin typisch.
00:09:14: Ich kann es nicht!
00:09:17: Ich bin nichts wert!
00:09:18: Das ist so klar selber schuld!
00:09:21: Da ist genau die gleiche, die Rate sozusagen, wie habe ich gerade gesagt Negativ-Infektion Und hier, und ich finde es ganz spannend das vielleicht noch mal nebeneinander zu legen.
00:09:33: Da arbeiten wir ja wenn wir mit SE arbeiten also mit Zomatic Experiencing arbeiten, arbeiten wir damit dass wir hier versuchen dem was uns so bedrückt was uns Angst macht was uns Schmerz macht insofern einen Raum zu geben damit wir damit umgehen können Also einen sicheren Raum nicht damit der Schmerz größer wird, sondern damit wir eine Handhabe haben um hier sowohl das wo wir uns sicher fühlen als aber auch dass indem wir verletzt sind in dem wir verhärtet sind.
00:10:03: Indem wir unfähig gerade sind irgendwie eine andere Reaktion abzuufen als just die die so destruktiv ist.
00:10:10: Hier versuchen wir ja so ein Bewegungsraum hinein zu arbeiten im SE was dann dazu hilft dass man sich mehr und mehr aus diesen Negativinfektionen auch entwickeln kann und dabei wieder stabiler wird.
00:10:21: Und in die Lebendigkeit kommen.
00:10:24: Ich überlege gerade, das ist ja nicht nur hilfreich für Menschen, die Trauma-Erfahrung
00:10:29: haben?
00:10:29: Nee also ich finde also grade egal ob mit oder ohne Trauma wichtig für diese Veränderungen und damit negative Gefühle überhaupt größer werden dürfen, ist der Zustand der Sicherheit, den man vorher... Also ich sage in meinen Terminen immer so, wenn das kommt.
00:10:49: Lass uns das erst mal ins Regal stellen und also erstmal dieses Bist du gerade sicher?
00:10:55: Fühlst du dich jetzt grade sicher?
00:10:57: Wie reagiert dein Körper, wenn du dich sicher fühlst?
00:11:00: Wie sind deine Augen?
00:11:03: umfassend gucken, was hörst du gerade?
00:11:05: Wie sitzt du grade da und immer wieder.
00:11:07: Und erst wenn ich das Gefühl habe okay die Person fühlt sich jetzt gerade sicher im Hier-und Jetzt dann ladig das belastende Gefühl ein und ich vergleiche es sehr gerne mit Wasser in einer Vase oder einem Glas.
00:11:21: Das heißt der Körper, genau das mache ich auch.
00:11:24: also ich lasse hier manchmal noch so den Körper wirklich fühlen, dass du deine Grenzen fühlst und vielleicht mal nücken die Zuhörenden dann das auch mal nachmachen, wirklich sich selbst wahrnehmen wie so einen Gefäß, wie eine Vase.
00:11:34: Und wenn dies stabil ist, also wenn da Sicherheit ist Dann dieses belastenden Gefühl einladen weil dann kanns gehalten werden.
00:11:43: Auch mal in dieses darf man größer werden oder wie auch immer.
00:11:47: Aber ich finde es ganz wichtig, wenn wir anfangen mit diesen Gefühlen zu arbeiten das ist vorher dieses.
00:11:53: Ich bin sicher hier passiert nix.
00:11:55: Wir arbeiten mit Gefühle und Gedanken aber hier gerade passiert eigentlich gar nichts während wir hier sitzen.
00:12:03: Das ist hier ein Safe-Raum.
00:12:07: Genau Ich erlebe dass immer wieder und bin wirklich immer wieder auch sehr beeindruckt davon, was für eine Kraft darin liegt.
00:12:18: Also eben dieses Gefühl des Versagens, dieses Gefühl der Angst, dieses Gefühle der Verzweiflung oder was auch immer – das ist ja so lange gewohnt weggeschlossen zu werden!
00:12:28: Ich kann... ich bin nicht so wie ich sein sollte….
00:12:33: gerne wäre.
00:12:34: Dabei reden wir jetzt nicht darum, ob wir Kleidergröße thirty-fierunddreißig oder sechsenvierzig tragen sondern wir reden hier über innere Kämpfe die wir mit uns selbst austragen und die dazu eben führen dass wir irgendwann in dieser Selbstabwertung sind, die genau diese Gefühle manifestieren und irgendwie einbauen kann.
00:12:53: Und sich dann ganz langsam aus der Situation, der Sicherheit heraus damit auseinanderzusetzen.
00:12:59: Das anzuschauen statt das wegzustellen also dieses ins Regalstein ist ja nur eine punktuelles Parken.
00:13:06: es ist ja kein Verschließen sondern es ist so dass man da dran kommt und dann jetzt bin ich safe genug.
00:13:12: Jetzt kann ich mir angucken das braucht es.
00:13:15: Ich mache selbst die Erfahrung, wenn ich ... Ich weiß nicht wie es dir geht.
00:13:18: Aber ich mach selber die Erfahrung... Wenn ich mit Situationen und mit Gefühlen zu tun habe, die mich gerade auch überwältigen?
00:13:27: Nicht grade, sondern die mich dann, wenn sie ... Wenn ich sie anschaue, auch überweltigend.
00:13:31: Wie gut es mir tut eben genau zu wissen!
00:13:33: Und hier bin ich sicher, hier kann ich es mir anschauen.
00:13:36: Hier kann ich einfach einen Moment dann auch Stopp sagen und das wieder woanders hinstellen.
00:13:41: also dass ist eine spannende.
00:13:43: Ich liebe diese Arbeit, es ist eine spannende Arbeit.
00:13:45: Voll!
00:13:46: Ja, finde ich auch.
00:13:47: und in diesem geschützten Rahmen dann eben das meinte ich eben wer spricht denn da?
00:13:52: Und dann kann's natürlich sein.
00:13:53: also wenn du als kleines Kind von deinen Eltern abgelehnt wirst ist es natürlich ungünstig.
00:13:59: ja und das weiß unser System auch das geht gar nicht.
00:14:01: wir müssen versorgt werden.
00:14:03: Wir wissen als Kinder wir haben Panik vor dem Alleinsein vor dem Ausgestoßenwerden Das ist ein Instinkt.
00:14:11: Und dass da natürlich die Angst vor Ablehnung sehr groß ist, aber wenn wir fützig sind und mitten im Beruf stehen... ...und jemand lehnt uns ab, ist das sicherlich schmerzhaft?
00:14:20: Ah, das will ich gar nicht kleinreden!
00:14:23: Aber die Frage ist ob ich Panikattacken bekommen muss.
00:14:27: Da ist eben diese Differenzierung wo auch oft mitbekomme.
00:14:31: ja Wenn man verlassen wird, dann tut es doch weh oder wenn ich andere Menschen enttäuschig einfach nicht gerne.
00:14:38: Ich will ja auch nicht kalt werden und darum geht's ja gar nicht.
00:14:41: aber es geht da drum dass du auf die aktuelle Situation referierst und ich nenne das gerne oder ich nehme gern als Beispiel einer Wunde wenn ich jetzt mich ganz frisch verletze an meiner Haut dann tut er sicherlich weh und dann muss das auch heilen und das darf auf seine Zeit brauchen.
00:14:58: eine Wunde da hab und hau genau in dieselbe Wunde noch mal rein, dann ist es ja wesentlich schmerzhafter geht.
00:15:05: Wesentlich tiefer!
00:15:06: Und deswegen macht das Sinn dahin zu gucken, wo kommt das her?
00:15:10: Und bin ich jetzt auch immer diesen Bezug im Erwachsenesich reinzunehmen.
00:15:14: Um eben nicht nochmal in die selbe Wunne zu kerben.
00:15:17: So meinst du das?
00:15:19: Genau.
00:15:20: Ich bin ja nicht mehr... Also man denkt immer, das ist ja klar, ich bin nicht mehr fünf.
00:15:24: Das ist ja logisch weiß ich auch.
00:15:26: aber Wir haben ja zwei Betriebssysteme, das eine ist unser Körper und das andere ist unser Wissen.
00:15:31: Und bloß weil der Verstand das weiß heißt es nicht dass der Körper das fühlt.
00:15:35: Der Körper ist immer mächtiger mit seinen Gefühlen die dann Handlungen auslösen.
00:15:39: Deswegen ist es so wichtig dieses oder.
00:15:41: ich möchte jetzt mal auf die Zulörenden einladen Fühlt euch mal erwachsen also wirklich mal dieses.
00:15:48: du bist so und so alt.
00:15:49: Du hast den und den Beruf.
00:15:51: Schau mal ob du das Bild von deiner Küche dir geben kannst oder von deinem Partner, oder von deim Garten oder von deinen Freunden und sich mal wirklich erwachsen zu fühlen.
00:16:05: Du kannst jede Situation verlassen.
00:16:07: Du kannst sagen, ich zieh morgen aus oder ich nächste Woche ziehe nach Australien.
00:16:13: Ob das sinnvoll ist oder nicht mag mal hingestellt aber wirklich diese Freiheit die man als Erwachsener hat und dann einfach mal schauen was kommt wenn man sich so erwachsen pült.
00:16:23: Wenn man sich erlaubt es mal zu beanspruchen auch.
00:16:25: Meinst du denn dass die Erwartungen an mich anders werden?
00:16:29: Oder wie ist hier dein Weg dahin?
00:16:32: weil... gerade in eine andere Richtung gegangen wäre und ich würde gerne noch mal nachverziehen können, wohin du jetzt gerade gehst.
00:16:40: Ja genau!
00:16:41: Dass ich glaube dass die Erwartungen... dass sich dann feststellen wenn ich wirklich so erwachsen bin und ich kann alles machen was ich will?
00:16:48: Was würde ich denn dann machen?
00:16:50: Wenn ich mir wirklich bewusst mache Ich bin nicht mehr darauf angewiesen das meine Eltern mich mögen oder was auch immer.
00:16:56: Was würde iich denn machen?
00:16:57: Und ich glaube da dann die Chance kommt dass dann Sachen hoch kommen wo ich sage Das will ich und das andere will ich vielleicht gar nicht.
00:17:05: Habe ich vielleicht sogar noch nie gewollt?
00:17:07: Also die Frage ist ja oder ein Teilaspekt von Erwartungen erfüllen, ist ja vielleicht habe ich auch einen Widerstand diese Erwartung zu erfülen weil es eigentlich gar nicht zu mir gehört, weil ich das nur mache als Pflichtprogramm ist, weil Ich eigentlich eine Abneigung hab oder was auch immer und das ist ein Teil Aspekt davon finde.
00:17:26: Okay,
00:17:26: jetzt glaube ich verstehe dich.
00:17:27: Und dann wenn ich tatsächlich mich in meinem heutigen Status als neunundfünfzigjährige Wahrnehmung oder als siebendreißig-Jährige oder was?
00:17:35: Oder Jereger... Dann bin ich im Jetzt und habe eine andere Entscheidungsruhheit.
00:17:40: So meinst du das, ne?
00:17:41: Da muss ich nicht reagieren!
00:17:42: Sondern kann im jetzigen Status selbst neu entscheiden will ich das?
00:17:47: Oder will ich es nicht?
00:17:48: Kann ich dass?
00:17:49: Oder kann ich das
00:17:50: nicht?!
00:17:50: Und
00:17:51: eine neue Gefährdungsbeurteilung?
00:17:54: Ja, vielleicht enttäuscht ich Menschen wenn ich Grenzen setze.
00:17:58: Aber ich kann's.
00:17:59: und was passiert?
00:18:00: Bin nicht.
00:18:01: damals wäre ich nicht sicher gewesen aber jetzt würde es mir vielleicht sehr leid tun, aber ich wäre trotzdem sicher Es ist eine neue Gefährdungsbeurteilung der Situation.
00:18:12: Ich nenne das Entscheidungen Kompetenz, Ruhheit und Gefährderungsbewertung.
00:18:17: Ich glaube die beiden brauchen sich gegenseitig finde ich nochmal sehr wertvoll.
00:18:20: Danke dass du mich da noch mal mitgenommen hast weil ich eben so in eine andere Richtung gegangen bin.
00:18:27: gedanklich, denn es ist ja manchmal so dass wir uns gar nicht selber aus solchen Spiralen herausholen können.
00:18:35: Also meine Erfahrung ist die, es gibt Dinge die man selbst mit sich bearbeiten kann aber es gibt eben auch Dinge die tatsächlich begleitet werden müssen weil sie sonst uns eben regelmäßig raus katapultieren und weil das eben nicht mal eben so einfach ist erwachsen zu werden.
00:18:50: So den Ego-Status des heutigen Ichs immer wieder aufrechtzuerhalten.
00:18:54: Und da finde ich es auch nochmal ganz spannend.
00:18:56: Auch das ist nicht selten eine Odyssey bis jemand, der die Erwartung an sich hat Ich kann das alleine Sei stark, stelle dich nicht so an Wenn man auf mimimimi zu machen Ja, sich dann Hilfe zu holen Und dabei nicht in die Selbstabwertung zu gehen.
00:19:15: Du bist eben schlappi-dappi, kannst nichts alleine.
00:19:19: Jetzt brauchst du auch noch einen Coach oder eine Therapeutin oder was so.
00:19:22: Auch das erlebe ich nicht selten dass manchmal der ein oder die andere bei mir sitzen und sagen es ist sehr lange gedauert hat bis sie sich das eingestehen konnten, Support zu brauchen Wie verquert das manchmal ist.
00:19:34: Ja, wie viel Knoten wir im Kopf haben oder in Herzen oder im Bauch?
00:19:38: Oder wo auch immer die sitzen weil wir meinen dass wir in eine bestimmte Form passen müssen.
00:19:44: Die Assoziation Form wollte ich noch einmal kurz platzieren.
00:19:47: Stell dir vor du willst die ganze Zeit quadratisch sein Weil es dir als Auftrag gegeben wurde Von zuhause oder von keine Ahnung vielleicht aus der dritten Generation und Du musst aber leider feststellen du bist ein Kreis.
00:20:01: Das ist
00:20:04: schon kacke.
00:20:05: Ja, das kann man nicht anders sagen und es gibt ein schönes Zitat dass Albert Einstein zugeschrieben wird das heißt wenn du einen Fisch danach beurteilst ob er auf einem Baum klettern kann wird sein ganzes Leben glauben dumm zu sein.
00:20:22: Das ist mir gerade eingefallen.
00:20:24: Als du das gesagt hast, habe ich gedacht genau so ist es ja.
00:20:27: und dass was du eben beschrieben hast, Menschen länger brauchen um Schwäche sich einzustehen oder das was sie als schwäche betiteln.
00:20:38: Ich persönlich oder du auch empfinden das gar nicht als Schwäche.
00:20:42: aber Wenn ich aus diesem Kontext komme, dann betitle ich das vielleicht als Schwäche.
00:20:47: Das sind ja oft Personen die es eben in der Kindheit nicht zeigen durften.
00:20:51: also da musste er Leistung her.
00:20:54: und was ich immer ganz spannend finde auch da möchte ich die Erwachsenen zuhörenden sensibilisieren.
00:21:00: eine Kundin hat mal zu mir gesagt bevor ich dich kannte dachte ich hätte eine schöne Kindheit.
00:21:11: Sie hört den Podcast auf, das weiß ich ja.
00:21:14: Aber da wirklich auch... es geht nicht darum die Eltern zu baschen oder zu sagen, weil ihr seid alles... Es geht aber darum, realistisch zu sein wirklich zu gucken was ist da genau passiert?
00:21:26: und die Eltern haben das ja auch gemacht weil sie nicht anders konnten.
00:21:30: Das finde ich so.
00:21:31: es geht nicht darum die Eltern abzuwerten Aber es geht auch darum sich selbst nicht abzuwerten sondern zu gucken Was ist da passiert?
00:21:37: Also dieser Spruch hat mich damals sehr getroffen schon ein paar Jahre her Und das habe ich aber sehr oft dass wenn ich Leute im ersten Termin frage wie war die Kindheit immer alles in Ordnung?
00:21:48: der Vater war ein bisschen streng oder ja, der Vater war nicht viel da.
00:21:52: Aber je mehr man da reingeht sieht man... Wie war das denn, wenn du mal nicht geliefert hast?
00:21:59: Das muss auch nicht immer negativ sein.
00:22:01: So nach dem Motto ja dann habe ich Prügel gekriegt, sondern es reicht einfach schon dass Kinder ihren Eltern gefallen möchten.
00:22:07: Wenn du zum Beispiel als Kind relativ schnell auf die Hochleistungssportlinie kommst.
00:22:12: Du quasi seitdem du fünf bist immer im Wettkampf bist und du willst doch das Lob von deinen Eltern haben also willst du den Wettkämpf gewinnen Also da fängt es quasi schon an Da musst du gar keine bösen Eltern haben.
00:22:23: Also auch objektiv drauf zu gucken?
00:22:26: Genau, da gibt es diese Leistung aber auch das Phänomen der Beschämung.
00:22:30: Wie schnell passiert dann was Witziges passiert?
00:22:33: Das Kind das aber im besten Wissen und Gewissen macht... ...und die ganze Familie lacht!
00:22:37: Und wie schlimm ist das für eine Nachwirkung?
00:22:40: Solche Sachen werden regelmäßig aufgefallen.
00:22:42: Das muss nicht alles mit Gewalt zu tun haben.
00:22:44: Da bin ich total bei dir.
00:22:49: Wunderbar.
00:22:51: Und wie hängt bei mir noch das Zitat im Kopf?
00:22:54: Ich finde es ganz wunderbar, wenn wir das nochmal irgendwie hier nochmal so in den Raum wirken lassen und vielleicht dann auch einen Doppelpunkt machen.
00:23:02: Denn da hängt ja die Frage mit dran Welchen Bildern von dir hängst du eigentlich nach?
00:23:08: Bist du bereit zu verstehen dass Du tatsächlich eine grandiose Schwimmerin bist aber eben einem unterirdische Kletterer?
00:23:19: Ich finde, das wäre eine totale Bereicherung festzustellen dass wir in dem was wir sind eben auch begrenzt sind.
00:23:27: Aber innerhalb dieser Grenzen einfach wunderbar.
00:23:31: Mich hat es gerade sehr berührt ist Zitat und Ich finde das irgendwie cool, wenn wir das so ein bisschen offen vielleicht jetzt hier gerade mal so stehen lassen.
00:23:39: Mit der Idee, wenn die Zuhörenden dazu gerne nochmal was sagen wollen, bitte gibt uns Kommentare, stellt euch eure Fragen!
00:23:47: Unsere Aufforderung an dieser Stelle ist tatsächlich genau das, was Tanja und ich jetzt mehrmals gesagt haben.
00:23:53: Schaut noch einmal hin, wessen Erwartungen sind es eigentlich, die ihr da vor euch her schiebt?
00:23:57: An denen ihr euch regelmäßig die Naseblute sich holt... Hört mal hin, wie sehr ihr dabei in die Selbstabwertung geht.
00:24:04: Sind das mehr Geschichten?
00:24:05: Sind es größere Geschichten, die tatsächlich auch eher in die Begleitung gehören?
00:24:09: oder kannst du dem sicher einfach nochmal selber auch miteinander auseinandersetzen?
00:24:13: denn am Ende des Tages und dafür machen wir eigentlich den Podcast wollen wir alle dass jeder der Fisch ist, der sie oder er sein soll.
00:24:22: Ja ja schön gesagt Und dafür möchte ich auch noch mal zu einladen, um in diesem möglichst objektiven Zustand der Beurteilung zu kommen.
00:24:35: Eben auch in seinen Erwachsenes-Ich eintreten so gut es geht aber da wirklich dann zu schauen wenn ich einen Zauberstab hätte und könnte mir das Leben kreieren was ich gerne haben möchte und was würde ich weglassen?
00:24:50: Was würde ich gerne mehr machen Da dann eben mit dieser Metapher von dem Fisch da eben zu schauen, was liegt mehr?
00:24:59: Was möchte ich gerne und was ist eigentlich etwas von anderen.
00:25:02: Ja okay!
00:25:05: Bin ganz
00:25:06: berührt gerade.
00:25:07: Wenn ihr birgit sehen würdet ja kommt ein ganz anderer Weib.
00:25:12: Ja freut mich dass ich dich da berühren durfte und dann würde ich sagen dann kommen wir zum Ende jetzt Genau.
00:25:20: Und jeder darf sich seine Gedanken machen?
00:25:22: Ja,
00:25:23: Gedanken machen.
00:25:24: Lasst uns teilhaben da wo ihr wollt!
00:25:26: Wir denken an euch, auch immer ihr seid und wir freuen uns, dass ihr uns zuhört.
00:25:33: Ja auf jeden Fall dann bis zum nächsten Mal.
00:25:36: Tschüüü!
Neuer Kommentar