Im System bleiben ohne daran kaputtzugehen

Shownotes

Du willst deinen Job eigentlich nicht kündigen. Es gibt gute Gründe zu bleiben – und trotzdem gibt es Situationen, Strukturen oder Entscheidungen, die dich immer wieder an deine Grenzen bringen.

Wie kannst du in einem System bleiben, das du nicht grundlegend verändern kannst, ohne dich dabei ohnmächtig zu fühlen?

Genau dieser Frage gehen Tanja und Birgit in dieser Folge nach. Es geht nicht darum, sofort alles hinzuschmeißen oder das System zu verlassen. Sondern darum, einen gesunden Umgang mit dem zu finden, was sich nicht verändern lässt.

🙋‍♀️ In dieser Folge sprechen Tanja und Birgit darüber:

• Warum ein ehrlicher Reality-Check der erste Schritt sein kann: Kann ich wirklich nichts verändern?

• Wie du persönliche Kränkungen von strukturellen Problemen unterscheiden kannst

• Warum unser eigenes Narrativ beeinflusst, wie wir mit schwierigen Situationen umgehen

• Wie die Disney-Methode helfen kann, eine Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten – als Träumer, Realist und Kritiker

• Was passiert, wenn du deine bisherigen Handlungsmöglichkeiten einmal bewusst erweiterst

• Warum Selfcare nicht nur bedeutet, sich etwas Gutes zu tun, sondern auch zu prüfen, was tatsächlich wirksam ist

🧠 Die zentrale Frage der Folge:

Wie müsste ich sein und handeln, damit mir das, was gerade passiert, weniger Sorgen bereitet – oder ich vielleicht sogar anders damit umgehen kann?

Denn manchmal liegt die Veränderung nicht darin, das System zu verlassen. Sondern darin, die eigene Position darin zu verändern.

🎙️ Fazit der Folge:

Du musst nicht immer das System verändern, um wieder handlungsfähig zu werden.

Am Ende geht es darum, die eigene Selbstwirksamkeit zurückzugewinnen: Ich bin nicht nur jemand, mit dem etwas passiert. Ich bin Entscheider.

💬 Was nimmst du mit?

Vielleicht lohnt sich ein genauer Blick: Was kann ich tatsächlich verändern? Was muss ich akzeptieren? Und wo habe ich mehr Handlungsspielraum, als ich gerade denke?

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00:00:00: Die andere Frage ist die, na ja.

00:00:02: Was ist denn an dem System so schlimm dass ich es ändern wollte?

00:00:07: Es aber nicht kann.

00:00:08: und was finde ich davon auch in mir wieder?

00:00:11: Hallo!

00:00:12: Ich freue mich sehr, dass du wieder dabei bist.

00:00:14: Denn wie Du weißt sitze ich in unserem Podcast Persönlichkeitsenergizer mit Tanja Gatzke zusammen.

00:00:21: Eine ganz tolle Therapeutin und Coach eine Kollegin mit der ich unwahrscheinlich gerne über ihre Fachthemen auseinandersetze nämlich Burnout selbstwert Beziehung und Kommunikation.

00:00:32: weil Tanja neben all den Oberkommissaren ist.

00:00:35: insgeheim weiß ich manchmal gar nicht wie sie das alles schafft.

00:00:38: Ist das aber immer eine super spannende Unterhaltung mit dir?

00:00:42: Ja, vielen

00:00:43: Dank.

00:00:43: Birgit Kerstin Regenstein!

00:00:45: Das kann ich nur zurückgeben.

00:00:46: du als Politikwissenschaftlerin bringst auch den dementsprechenden Hintergrund mit und es ist immer toll mit dir über deine Themen zu reden Leadership Resilienz Konflikte.

00:00:58: da ist viel Zündstoff drin und ja es ist auch immer wieder spannend zu hören wie du mit deinem Unternehmen das nach draußen bringt als Coach oder Trainerin.

00:01:12: Hallo Birgit, schön dich wiederzusehen.

00:01:15: Halleluja Luli, Bitanja!

00:01:18: Finde ich auch wie schön.

00:01:19: wir haben hier gerade bei der Aufnahme Ende September und die Sonne scheint sowohl bei dir als auch bei mir und es ist großartig sich so zu freuen über den spätsommer.

00:01:29: ach Mensch und dann guck mal.

00:01:32: ich gucke dir ins Gesicht und deine Brille spiegelt das Sonne-Licht in Garten.

00:01:37: Das ist doch großartig!

00:01:38: Stimmt, dabei ist es eine entspiegelte Brille.

00:01:42: man sollte es nicht glauben aber ich habe's tatsächlich auch bei meinen online Kursen immer dass entweder ich muss den Rechner anders hinstellen oder ich muss die Rolle an runterlassen.

00:01:52: also schon dabei hab' ich hier so große schöne Terrasselemente.

00:01:55: Ja einfach schade ne?

00:01:57: Genau.

00:01:59: Also meine Brille ist auch entspiegelt, aber bei mir scheint die Sonne nicht so sehr auf dem Balkon geht.

00:02:04: Ich bin in der ersten Etage mit meinem Arbeitszimmer.

00:02:07: Von daher sehe ich dich klar und deutlich... ...aber eben illuminiert!

00:02:18: Tanja, ich bin sehr gespannt wie wir diese Episode gestalten.

00:02:23: Wir haben ein spannendes Thema.

00:02:24: Das ist ja für uns beide Gestaltungsfreak eine ziemliche Herausforderung.

00:02:28: Das Thema, der es hier gerade gleich auf die Fahne geschrieben haben.

00:02:32: Da das von dir mit reingebracht wird, möchte ich dir gerne den roten Teppich ausrollen.

00:02:38: Oh mein Gott!

00:02:40: Moment, ich muss mir eben noch die High Heels anziehen

00:02:44: und deine Haare bei deiner Haar.

00:02:49: Ja genau und zwar wie kann ich im System bleiben?

00:02:53: auch wenn ich nicht daran ändern kann und damit ist das berufliche System gemeint.

00:02:59: Das ist ein lieber Mensch, eine liebe Menschen die ich begleiten darf hat die Frage gestellt.

00:03:06: Ich will eigentlich nicht kündigen.

00:03:08: Also wie kann ich drin bleiben?

00:03:10: Es gibt einfach viele Gründe, die auch gut sind.

00:03:14: Aber gleichzeitig sich nicht ohnmächtig zu fühlen wenn die Sachen zuschlagen, die sie nicht ändern können und die wirklich auch schlimm sind ohne dass ich sie jetzt natürlich näher benennen möchte.

00:03:26: Und wie du schon eben gesagt hast Birgit das ist halt so.

00:03:29: also wir zwei würden ja auf den Exit gehen.

00:03:33: Ja, also irgendwie so.

00:03:34: doch man kann immer was verändern und dies und jenes.

00:03:36: Aber hier ist ja gerade der ausdrückliche Wunsch ich will im System bleiben aber wie schaffe ich das mich gesund zu erhalten?

00:03:44: Und ich denke dass ganz viele haben die sagen wo ich will eigentlich nicht wechseln.

00:03:48: Ich will nur in Anführungszeichen nur wissen Wie ich besser damit umgehen kann.

00:03:53: Das ist das Thema.

00:03:55: Genau.

00:03:56: Hier fände es gut wenn wir uns darauf einigen dass wir jetzt keine in Kognitur-Einzelberatung machen, sondern hier tatsächlich das Thema Weiten für ganz viele Menschen.

00:04:04: Genau!

00:04:05: Und diese Frage im System zu bleiben auch wenn ich nichts ändern kann es gibt ja nicht nur im beruflichen Kontext, aber auch im privaten Kontext.

00:04:12: Das stimmt.

00:04:13: Ich finde an der Stelle ist es vielleicht wertvoll den ersten Step einmal mit dem...ich nenne das so Reality Check.

00:04:22: Stimmt das Narrativ?

00:04:24: Kann sich wirklich nichts ändern?

00:04:27: Ich finde, das ist eine wichtige Betrachtung.

00:04:32: Denn in diesem Statement ich kann nichts ändern gibt es natürlich Garantiezahlen, Daten und Fakten.

00:04:40: Manche Systeme kann man einfach nicht ändern.

00:04:43: Die sind gewollt!

00:04:45: Du bist damals aus der Polizei raus weil du da auch den Eindruck hattest dass das System kannst du nicht ändern um einfach deutlich zu machen, dass gibt's Systeme die einfach so sind.

00:04:53: aber finde auch bei diesem, wenn ich nichts ändern kann.

00:04:58: Das liegt auf bestimmten Bindungsmustern die wir gelernt haben.

00:05:06: Ich will nicht gehen das ist ja nur die Prämisse der eigene Rahmen der da gerade gesetzt wird.

00:05:10: aber was bedeutet das?

00:05:13: Lieber leide ich als dass das System unterlaufe.

00:05:18: Ich tue alles damit das System irgendwie doch funktioniert und stelle mich hinten an.

00:05:24: Konflikt kann ich mir nicht leisten, weil ich Sorge habe dass Beziehungen abgebrochen wird im System also ob nun beruflich oder privat.

00:05:31: Das heißt hier gibt es ganz durchaus Möglichkeiten nochmal näher hin zu gucken.

00:05:36: ist das eigentlich auch etwas an Konstruktionen was ich kenne aus meiner Biografie in der Ich das gelernt habe das bestimmte Dinge gefährlich sein können wenn ich die auf die Spitze treibe im Sinne von Konfrontation, im Sinne vom Klarheit.

00:05:53: Im Sinne von Wahrheit und Abjektivierung.

00:05:59: Das wäre mein erster Schritt.

00:06:01: Wie geht es dir?

00:06:03: Was sagst du?

00:06:04: Erst mal stimm ich dir natürlich voll umfänglich zu.

00:06:08: Und ich mag das auch... Wenn jemand bei sich feststellt, dass das der Fall ist.

00:06:14: Das kenne ich ja von früher zum Beispiel oder aus meinem vorherigen Beruf oder alle meine Beziehungen hatten das.

00:06:20: Also wenn ich so einen roten Faden sehe dann auch mal das zu Ende zu denken.

00:06:25: also das heißt ich sag mal wenn ich jetzt irgendwie sowas in der Kindheit hatte dann war es ja tatsächlich vielleicht gefährlich dagegen aufzustehen.

00:06:34: also was wäre denn gewesen?

00:06:36: wenn ich damals meinen Eltern widersprochen hätte oder was auch immer gemacht hätte.

00:06:40: Das hätte wahrscheinlich bei manchen wirklich schlimme schmerzhafte Konsequenzen gehabt.

00:06:45: und gleichzeitig aber die Unterschiedsbildung, wer bin ich heute?

00:06:49: Und was kann mir heute passieren damit ich aus diesem Kinderdenken rauskomme?

00:06:54: das heißt heute würde vielleicht immer noch etwas Blödes passieren was mir sehr unangenehm ist aber nicht mehr etwas existenzielles.

00:07:02: Das behaupte ich jetzt einfach mal so, dass das oft der Fall ist.

00:07:06: Ausnahmen mag es geben, aber da bin ich ein Fan von.

00:07:10: Also sich der Rolle die ich heute in habe meiner erwachsenen Rolle meine Möglichkeiten auch meines Umfeldes.

00:07:17: wir sind hier in Deutschland Es gibt Frauenhäuser wenn man jetzt so oft Beziehungen gucken es gibt Tatsvier Wenn wer auf berufliche Komponenten gucken ist alles nix was mal haben will gar keine Frage.

00:07:27: Aber wirklich zu

00:07:28: sehen

00:07:28: das generell ein Exit wäre möglich.

00:07:32: aber es gibt ja es gibt irgendwelche Gründe warum mich offensichtlich dagegen entspricht Und das sind ja gute Gründe und ich finde es so wichtig, sich das bewusst zu machen.

00:07:39: Weil dann mache ich eine Entscheidung da draus und das holt mich aus dem Hilflosigkeitserleben.

00:07:45: Das dockt genau an den Punkt an, an dem es darum geht im System zu bleiben auch wenn ich daran nichts ändern kann.

00:07:52: Wenn von Anfang an klar ist Ich will das System nicht verlassen Dann habe ich meine Entscheidungsfreiheit Von Anfang an selbstständig begrenzt.

00:08:01: Und damit werde ich auch nicht kreativ, also der nicht schon mal so Teams begleite und dann so Kreativ-Workshops mache oder sowas.

00:08:09: Und dabei die World Disney Methode anwende, ne?

00:08:12: So sechs Denkhüte und unterschiedliche Farben mit unterschiedlicher Ansätze.

00:08:16: Da geht es unbedingt darum das alles möglich sein muss, damit man an die richtige kreativen Ansatz kommt.

00:08:23: Und hier wäre das sehr spannend.

00:08:26: wozu brauche ich diesen Fluck!

00:08:28: Ich will das System nicht verlassen.

00:08:30: Wozu dient dieser Pflok?

00:08:32: Auch hier nochmal, gehört sich das nicht!

00:08:34: Ist es ein Alltag Wertekanon den ich irgendwann mal in meinem Kopf oder in meinem Herzen hab verankern lassen und den ich gerade nicht hinterfrage... ist das tatsächlich etwas existenziell?

00:08:44: denn wenn wir über Beruf reden kann es ja auch existenzielle sein, je nachdem wo ich da bin.

00:08:51: Es kann aber auch die Frage nochmal aufgeworfen werden, ist es existenziell?

00:08:54: Bin ich wirklich in meiner Persönlichkeit beschädigt wenn ich diesen Flock mal rausnähe.

00:08:59: Das heißt ja nicht dass ich dann gehe!

00:09:01: Das heißt hier nicht das ich gehen muss sondern es bedeutet nur, dass man mit diesem Freiraum auf einmal ein ganz neues Gedankengut entstehen kann.

00:09:09: Ich finde es noch mal sehr wichtig hier zu verstehen, dass auch in dieser Anmoderat-, in der Fragestellung bereits eine eigene Einschränkung stattfindet, eine selbstbestimmte Einschrankung stattfindest.

00:09:25: Genau und sich diese bewusst zu machen das ist eine Entscheidung finde ich dass man da eine Entscheidung gefällt hat oder sich nicht so hilflos fühlt.

00:09:36: und was auch hilfreich finde ist wenn man die persönliche Krenkung von strukturellen Problemen unterscheidet.

00:09:45: Oh

00:09:45: spannend ja

00:09:46: also dass man aussortiert und dann dementsprechend auch bearbeitet und einsortiert.

00:09:56: Ja, also ich habe jetzt die Tage im Vortrag gehört da geht es darum dass das System in unserem Körper ist und dabei ging es nicht nur um das persönliche System sondern eben auch dieses Thema in dem wir leben.

00:10:10: Wir in uns wie in unserer Familie wie in unserem Team wie in unsere Institutionen Und im systemischen Betracht sagen wir natürlich, wir gehen in die Resonanz auf das System.

00:10:22: Das heißt da gibt es gegebenenfalls im beruflichen wie familiären oder im privaten Kontext irgendwelche Kränkungen und das muss tatsächlich genauer angeschaut werden was von wegen Bindungsmuster und auch Selbstbestimmtheit und so.

00:10:35: aber Die andere Frage ist die naja Was isst denn an dem System?

00:10:41: So schlimm, dass ich es ändern wollte.

00:10:44: Es aber nicht kann.

00:10:45: und was finde ich davon auch in mir wieder?

00:10:49: Also auch das ist systemisch betrachtet ist ein ganz spannender Kontext ja auf einmal zu merken oh wow da gibt es etwas wo ich total im Resonanz gehe und deswegen lehne ich das so ab Ja, oder keine Ahnung was.

00:11:04: Oder deswegen trau ich es mich nicht zu ändern?

00:11:07: Deswegen sehe ich auch vor lauter Wald die Bäume nicht... Also hier auch das nochmal so zu betrachten finde ich eine ziemlich spannende Sache.

00:11:19: Das kann doch so ne Übertragung dann quasi sein!

00:11:21: Ja, da gibt's einmal... Du hast eben die Disney-Methode angesprochen.

00:11:26: Die ist mir natürlich geläufig aber vielleicht unser Zuhörenden nicht.

00:11:30: Möchtest du damals kurz etwas zu sagen?

00:11:33: Okay!

00:11:33: Du möchtest gerne wissen was die Walt Disney Methode ist meine Liebe.

00:11:37: Da hole ich euch gerne noch einmal zu ab.

00:11:40: Insgesamt man unterstellt natürlich ob man da, obwohl Disney wirklich sogar arbeitet hat weiß man nicht so sicher.

00:11:48: Aber die Walt Disney Methode ist grundsätzlich eine Bezeichnung für Kreativitätstechnik.

00:11:54: Da gibt es jemanden, also man verteilt drei Rollen insgesamt oder eine Gruppe teilt sich auf in Gruppen, die träumen dürfen – das wäre so die eine Rolle -, dann eine Grupe, die den realistischen Partner nimmt und eine Gruppe, die dem kritischem Partner nimmt.

00:12:13: Also der Träumer, die Träumenden Ja, die dürfen ganz enthusiastisch sich mit einer Idee auseinandersetzen.

00:12:22: Die dürfen anfangen Illusion wirklich visionär zu werden irgendwelche Fantasien damit reinzubauen unterschiedliche weitere Associationsketten zu entwickeln und so weiter.

00:12:34: der Realist nimmt Mit Blick auf die Fragestellung einen eher pragmatischen praktischen Standpunkt ein, entwickelt dabei Aktivitätenpläne und schaut sozusagen alles das was die Träumenden reingebracht haben.

00:12:50: Schaut die Gruppe der Realisten eben mit dem Zahlendaten Faktenmechanismus an, mit den Arbeitsschritten.

00:12:57: wie ließe sich das sozusagen umsetzen?

00:13:01: Und dann die dritte Gruppe, der Kritisierende der Kritiker Prüfen die Vorgaben.

00:13:07: Die gehen ganz konstruktiv, aber sehr genau in die kleinen bunten Punkte versuchen mögliche Fehlerqueren zu identifizieren usw.. Und wenn wir jetzt hier gerade miteinander darüber sprechen, dass das ja eine Methode ist um nochmal für sich selber irgendwie die gesamte Situation zu betrachten.

00:13:29: Dann kann das hilfreich sein, sich selbst so ein bisschen des Beinen zu stellen.

00:13:34: und Walt Disney soll dafür sogar eigene Räume genutzt haben.

00:13:37: also das heißt es tatsächlich den Raum gewechselt hat bzw auch seiner Mitarbeiter dazu angeregt hat.

00:13:45: Ja, ganz genau.

00:13:46: Und also eine Steigerung dieser Kreativität sich nicht nur der Vollständigkeit aber das führe ich jetzt nicht mehr weiter auf Das kann man googeln ist von dem Bono die sechs Denkhüte.

00:13:55: da geht es dann eben darum dass hier nochmal mit unterschiedlichen Sperrpunkten auch Fragestellungen geschaut wird und wir reden ja hier an dieser Stelle über die Frage wie sieht dein Narrativ aus?

00:14:06: Ja und Wie könnte eine Umgangsstrategie aussehen wenn du dich selbst nicht beschränkst?

00:14:12: Genau Und auch für die, die mit Narrativ nichts anfangen können.

00:14:17: Das ist quasi die Geschichte, die man sich erzählt und was für eine Geschichte erzählst du dir da?

00:14:22: Warum das nicht geht?

00:14:24: Und das finde ich wirklich auch wichtig weil wir erzählen uns immer eine Geschichte.

00:14:29: Immer und immer von morgens bis abends.

00:14:32: Tatsachen tatsächlich gibt es weiß ich jetzt nicht.

00:14:36: Also es gibt so Fakten von Istzuständen Aber alles andere ist eine Bewertung.

00:14:43: Ob mich etwas belastet, ob ich mich freue und ich wette... Und das biete auch gerne immer so an!

00:14:49: Wenn du deine Situation nimmst, das passt jetzt auch so ein bisschen zu dem von dir vorgestellten Prozessbüget.

00:14:54: Welche Frau würde sich darüber freuen oder welcher Mann würde sich genau da drüber freuen?

00:14:59: Also wie müsste ich sein damit mir dass wo ich gerade drin bin keine Sorgen bereitet sondern wo ich mich vielleicht darüber freuen würde

00:15:06: und das bitte am besten ohne rosa Brille?

00:15:08: ne

00:15:08: Genau!

00:15:08: Ohne rosa brille unter kann man wirklich auch hingehen.

00:15:11: also selbst wenn du gesagt mal geschlagen wirst ja wenn du sagst du mal so veranlagd bist dann Ist das willkommen?

00:15:17: Also nicht, dass ich das irgendwie befürworten würde.

00:15:20: Im Gegenteil aber... Dass man wirklich mal guckt, so welche Person müsste ich sein?

00:15:25: und wenn du jetzt zum Beispiel ... Wenn dein Mann sich von dir trennt und du bist total traurig und du selber hättest ihr eigentlich gewünscht oder du selbst würdest dich eigentlich gerne schon seit einem Jahr trennen und hast dich aber nicht getraut weil du nicht der Bummern sein möchtest in diesem Fall würdest du dich vielleicht sogar darüber freuen.

00:15:44: Und ich sage es deswegen weil es ist immer die Geschichte, die verletzt.

00:15:49: Das bin ich nicht!

00:15:50: Also das heißt sich erlebe einen Konflikt.

00:15:52: meine Erwartungen sind anders als das was ich quasi erlebe.

00:15:58: Und wenn ich jetzt in einem System festhänge, wo ich mich grundsätzlich mal entschieden habe drin zu bleiben.

00:16:04: Dann kann man vielleicht Micromanagement machen.

00:16:06: also das heißt man kann vielleicht gucken ist es das ganze System sind es Teilbereiche oder kann ich vielleicht einen Verantwortungsbereich übernehmen den nicht gestalten und verändern kann?

00:16:18: Also dass sich quasi im System mir bestimmte also nicht mehr versuchen das ganze system zu verändern oder dem ganzen System zu sein sondern Ja vielleicht ist es auch eine andere Sinnherleitung, dass ich quasi sage okay hier geht's nicht mehr um meine eigene Zufriedenheit.

00:16:35: Hier gehts jetzt... Ich mach die Bürger zufrieden wenn ich jetzt bei der Polizei also im Polizeijahrung ja ich mache den Bürger zu Frieden und das alleine da ziehe ich jetzt meine neue Befriedigung raus.

00:16:45: Das heißt ich kann so umlenken vielleicht auch ne?

00:16:47: Es wäre so eine Idee.

00:16:50: Also Ich finde dabei auch noch mal spannend, du sorgst dir dafür, dass man jetzt gerade nochmal guckt, wo die eigene Wirksamkeit hinführt.

00:16:58: So Micromanagement, die kleinen Schritte... Alle kennen ja das Bild vom Sisyphus!

00:17:03: Ja, Sisythus der so diese riesen Kugel da nach oben transportiert und am Ende des Tages dann oben ankommt und dann rollt sie wieder runter und er muss am nächsten auch wieder anfangen Das ist ja eigentlich eine Metapher für Vergeblichkeit.

00:17:17: Das System, wenn man darüber nachdenkt kann Sysifus ja erst einmal nicht verändern.

00:17:22: Aber in Anlehnung an das was du gerade gesagt hast würde es bedeuten dass Sysiphus sich über jeden Meter den er die Kugel bewegt freut.

00:17:30: Nicht das Endergebnis erwartet und darüber enttäuscht ist oder dass er jeden Muskel den er sich neu aufbaut indem er die kugel nach oben bewegt sich darüber freut oder dem bewundert.

00:17:41: Also das heißt, um das einfach mal in dieses Bild zu nehmen, mir hilft es insofern als dass nicht alles was wir in der Gesamtbetrachtung wirklich unterirdisch finden muss in den kleinen Schritten unterirdische sein und ich finde das nochmal sehr wertvoll, dass du das da gerade so beschrieben hast.

00:18:03: Wie schön!

00:18:05: Willst du noch

00:18:05: eins?

00:18:06: Na klar.

00:18:08: Hängt nicht mal an, da siehst du...

00:18:10: Da kommt schon wieder Zuckerbrot und Peite.

00:18:15: liebe Zuhörerinnen das muss ich hier ertragen.

00:18:22: Ja, Entschuldigung,

00:18:23: du wolltest weiterreden.

00:18:25: Ja, du warst sehr überrascht.

00:18:26: Ich merke wir müssen eben oft Mal darüber reden meine Liebe.

00:18:32: Okay Was ich noch Total spannend finde, wäre tatsächlich dann jetzt nochmal zu schauen.

00:18:37: Ja wenn ich das System nicht ändern kann da irgendwie drinbleibe braucht es ja trotzdem ein Mechanismus und da sind wir natürlich ganz schnell beim Self-Care.

00:18:45: also neben der Idee die eigene Wirksamkeit noch mal so in den Detailbetrachtung zu nehmen unter die Lupe zu nehmen Sind wir natürlich im self care.

00:18:55: Und dabei finde ich auch nochmal Es braucht, wenn ich wirklich meinen Selbstschutz, meine Selbstfürsorge hier hochfahre.

00:19:06: Braucht es ein Gespür dafür in welcher Balance ich das erlaube?

00:19:11: Ich kann ja die ganze Zeit so schrecklich frustriert sein über das System, indem ich lebe privat oder beruflich, dass ich mich nur noch ärger.

00:19:20: Dass ich nur noch schimpft bin und dass sich nur noch darüber Mosa, dass ich allen meinen Freunden und allen meinen Bekannten davon erzähle wie unterirdisch das ist.

00:19:30: Wie es schlimm dieser Mensch und diese Kollegin und dieser Kunde oder dieser Klienten oder dieser Bürger oder keine Ahnung was ist.

00:19:38: Und damit mache ich mich zum Gefangenen des Systems über, dass sich mich schrecklich ärger von dem ich mich eigentlich los sprechen möchte.

00:19:45: Das heißt, wenn ich tatsächlich in dem System meine bleiben zu wollen und ich finde das an dieser Stelle wichtig.

00:19:50: Wir haben gerade vorhin gesagt dass es in meiner eigenen Entscheidung ist Wenn ich drinbleiben will... ...das hat Gründe Ja aber dann will ich da drin bleiben.

00:20:01: Dann macht es Sinn zu gucken.

00:20:03: was erlaube Ich mir um mich selbst zu schützen?

00:20:05: Wie sieht mein Privatleben aus?

00:20:07: Wenn es ein bewegliches System ist Was sich nicht ändern kann Und wo ich bleiben will Sieht Mein Freundeskreis aus.

00:20:14: einfach aus meinem älterlichen Kontext nicht rauskommen, diese schrecklich alt geworden sind und fürsorgebrauchen.

00:20:21: Wie sorg ich für mich wenn ich in einer toxischen Beziehung bin?

00:20:25: Ob man oder Frau ist völlig egal!

00:20:28: Das heißt an der Stelle sind die ganzen Schritte, die wir bisher gegangen sind ganz wesentlich und brauchen jetzt ein Gefühl dafür.

00:20:34: wie wichtig nehme ich mich denn wenn ich mich entscheide einem System zu bleiben über das sich mich ärger oder dass mich sogar krank macht?

00:20:43: dann gibt es da auch etwas an Mechanismen der Selbstbestrafung oder der nicht ganz so ernst nehmen, ohne das zu verallgemeinern.

00:20:55: Aber die müssten zumindest betrachtet werden.

00:20:57: und dann ist die Frage wie geht denn selbst Schutz wenn ich selber es gar nicht gewohnt bin mich zu schützen?

00:21:03: Wie geht denn Selbstschutz, wenn ich es bisher immer verwerflich fand um mich selbst zu kümmern?

00:21:08: also auch das ist nochmal nicht so einfach, glaube ich.

00:21:14: Da gibt es ja keinen Schalter!

00:21:15: Ach okay... Ich habe mich jetzt entschieden, ich bleibe zuck!

00:21:18: Schalte an und gucke, dass ich um mich selber komme.

00:21:21: Ja genau.

00:21:22: Und also ich würde das sogar noch erweitern wie du gerade so erzählt hast eben auch wenn wir im beruflichen Kontext bleiben, wie sieht denn mein Privatleben aus?

00:21:32: Kann ich das dann da irgendwie auffangen?

00:21:34: Und gleichzeitig könnte man ja auch mal gucken inwieweit man auch innerhalb des beruflichen Systems trotzdem noch Grenzen setzen kann.

00:21:43: Also inwieweit muss ich wirklich komplett alles mitmachen und wie weit traue ich mich dann doch mal Grenzen zu setzen, auch wenn ich vielleicht nicht beliebter dadurch werde?

00:21:53: Da

00:21:53: sind wir wieder bei Mustern.

00:21:55: Genau,

00:21:55: da sind wir dann wieder beim Mustern weil mir ist nämlich eingefallen als du erzählt hast dass ich bei der Polizei wobei ich gar nicht weiß ob ich mich da unbeliebt gemacht habe aber ich weiß das ich irgendwann mal wie ich nachher die Tagestienststelle hatte.

00:22:09: da wird morgens um neun gefrühstückt da treffen sich alle mit Aufenthaltsraum und das natürlich ein soziales Event auch dass man sich da trifft irgendwie für eine Viertelstunde zwanzig Minuten und früh stückt und ein bisschen redet auch natürlich auch über Persönliches.

00:22:22: Ich hab aber dadurch meine Tochter mal erst vorher zur Schule gefahren habe und sowieso immer relativ spät angefangen.

00:22:28: Und dann hat mir das nicht gepasst, dann irgendwie verträgt zum Frühstück zu gehen.

00:22:31: Und irgendwann hab ich dann eben gesagt, ich geh'n nicht mit zum Frühstag!

00:22:35: Und dann ziehen so alle an dein Büro vorbei im Frühstuck ja?

00:22:38: Und du sagst ne, ich gehe nicht mit und natürlich waren die Kollegen irritiert.

00:22:42: Also... Und gleichzeitig habe ich gemerkt, es hat mir eine unheimliche Erleichterung gegeben.

00:22:48: Anstatt dass ich mich jedes Mal überwinden muss okay, da ich gehe jetzt dahin und das hatte ja nichts mit den Kollegen zu tun!

00:22:53: Ich hab mich durchs ganze Haus gequatscht.

00:22:55: also jeder der mich kennt weiß, das ist einer meiner leichtesten Übungen sondern das war einfach mehr dieses morgens um neun Uhr da hinsetzen und rüstücken auch da zu gucken, so wie kann man im Kleinen irgendwie schon mal für sich einstehen und was verändern?

00:23:11: Und die Kollegen vielleicht auch mitnehmen warum man das jetzt macht aber es halt trotzdem macht.

00:23:18: Ich finde, es mündet immer wieder in die ähnlichen Debatten

00:23:23: mit mir

00:23:24: selbst.

00:23:26: Erlaub ich mir das für mich selber einzustehen.

00:23:28: Erlaube ich mir Menschen auf die Füße zu treten, die das nicht sofort verstehen?

00:23:33: Erlaub ich mir mutig mir dazu traue ich mich dass.

00:23:36: darf ich das also wieder erlauben.

00:23:38: Also das sind alles eine super spannende Sache.

00:23:44: Eine

00:23:44: Sache, die mir gerade noch eingefallen ist Wo, was man auch machen könnte ist die Umstände nicht die Stimmung komplett beeinflussen zu lassen.

00:23:54: Sondern wenn ich gute Laune haben möchte und ich beschließe fröhlich zu sein und vor mich hinzusummen dann kann mir das ja keiner verbieten.

00:24:02: Und vielleicht auch hier so ein bisschen, also wenn ich jetzt zur Arbeit gehen kann und ich bin grundsätzlich gesund.

00:24:08: Meine Kinder sind gesund und meine Mutter ist gesund oder keine Ahnung.

00:24:12: So dass sich eben auf diese objektiven Dinge vom Leben guckt und mir denke okay alleine das gefällt mir alles schon ziemlich gut und ich verlasse meinen Beruf nicht weil er eben gutes Geld bringt um zu quasi und ich beschließe jetzt einfach gute Laune zu haben.

00:24:26: Es ist mir egal wie mein Umfeld ist und wenn ich die ganzen Tag angemuffelt werde aber Energie gewinnt.

00:24:32: Und ich glaube entweder der mit der muffeligen Energie gewinn, ja und ich lass mich anstecken!

00:24:39: Oder ich halte meine Energie einfach hoch und beschließe, ich habe jetzt gute Laune.

00:24:45: Egal wie du mir entgegenkommst.

00:24:47: Das finde ich auch so eine Sache die mir sehr liegen würde oder nicht?

00:24:52: nur wahrscheinlicher das ist etwas was ich sehr oft anwende wenn ich auch weiß in irgendwelche Unternehmen die mich eigentlich gar nicht haben wollen weil der Geschäftsführer meinte müsste dann Training buchen sind vielleicht nicht so begeistert davon.

00:25:07: Ja, dann habe ich das ja schon mal öffnen lassen, dass ich da morgens reinkomme und gucke auf verschränkte Arme oder so.

00:25:12: Jetzt müssen wir hier sitzen.

00:25:14: Aber davon lasse ich... Und

00:25:15: reden lernen!

00:25:16: Genau,

00:25:16: und reden lernen.

00:25:18: Und womöglich kommt sie noch mit Gefühlen.

00:25:25: Und dann einfach zu sagen, ihr könnt auch schlechte Laune behalten.

00:25:29: Aber ich behalte meine Gute auch ja?

00:25:31: Also das wäre vielleicht auch noch mal ein Ansatz der mir gerade eingefallen ist.

00:25:35: Ja,

00:25:35: der gefällt mir sehr gut!

00:25:36: Ist aber auch wieder so eine Rückbindung an mich selbst in meiner eigene Souveränität und meine eigene innere Stabilität.

00:25:43: Und an dieser Stelle braucht es tatsächlich immer wieder hier einen Verständnis dafür.

00:25:50: Was verhandle ich hier grade

00:25:51: einfach?!

00:25:52: Ja, denn wenn ich im System bleiben will was sich eigentlich ändern möchte.

00:26:00: Was ich aber nicht ändern kann dann braucht es hier ein Verständnis dafür was genau verhandel ich denn dann?

00:26:08: Eigentlich ja denn Ich habe mich ja schon entschieden dass ich bleiben will.

00:26:14: Wenn ich dann mir suggeriere das ich jetzt nicht ändern Kann Dann mache ich mich zum Opfer.

00:26:18: Das ist fürchterlich.

00:26:19: ja Hilflunzigkeit macht sich breite

00:26:22: Und deswegen braucht es hier immer wieder die Rückbindung.

00:26:25: Okay, wenn der Rahmen den ich jetzt hier gerade setzte so gesetzt ist dann suche Ich mir Mechanismen wie ich innerhalb dieses Rahmens meine Souveränität meine Integrität Meine Persönlichkeit was auch immer schütze.

00:26:39: Ja Schön!

00:26:40: Also das würde ich jetzt auch als Abschlusswort schon nehmen.

00:26:43: Das finde ich einfach total wichtig, dass letztendlich muss es immer darauf hinaus laufen, dass ich selbstwirksam bin und dass ich eben entscheider bin.

00:26:52: Ich bin entscheider hier drin zu bleiben und deswegen entscheide ich ja auch mir es hier irgendwie schönzumachen.

00:26:58: Exakt,

00:26:59: exakt genau.

00:27:00: Punkt!

00:27:01: Genau!

00:27:03: Schön?

00:27:03: Ja, begeht Mensch... Das sind wir schon wieder am Ende.

00:27:07: Es ist wirklich der Wahnsinn!

00:27:09: Ich habe gerade auf die Uhr geguckt, wir haben unser halbes Stündchen schon wieder und ich hab mich voll gefreut und möchte auch die Zuhörenden nochmal ermutigen.

00:27:18: also ich fand das total toll dass uns hier diese Frage gestellt wurde über die wir dann eben philosophieren können und nachdenken können.

00:27:25: und wenn du ihr dir jetzt zuhört auch so etwas habt dann schreibt uns doch bitte auch

00:27:32: ja.

00:27:33: Und bei all dem, was wir jetzt besprochen haben gibt es keine Reihenfolge.

00:27:37: Es gibt nur Foki also bestimmte Schwerpunkte wo man hinschauen kann.

00:27:42: Vielleicht passt für dich nicht alles aber vielleicht passt für Dich das ein oder andere?

00:27:46: Vielleicht gibt es eine Aussage von Tanja oder von mir die dir an Impuls waren.

00:27:50: Das ist großartig.

00:27:51: Wir wünschen Dir egal wo du bist und egal in welchem System Du gerade feststecken solltest dass du für dich deinen Weg findest damit umzugehen darin zu Leben oder eben nicht darin zu leben, aber vor allen Dingen darin gesund zu bleiben.

00:28:10: Das wünscht mir dir.

00:28:11: Definitiv!

00:28:12: Ja bis zum nächsten Mal.

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